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05.08.2015

14:35 Uhr

Hannover 96

Kein Zeitdruck bei Dufner-Nachfolge

Am Sonntag steht für Hannover 96 das erste Pflichtspiel in Kassel auf dem Programm. Klubchef Martin Kind hat aber keine Eile bei der Suche nach einem neuen Sportdirektor.

Manager Dufner verlässt Hannover 96, Klubchef Kind will sich bei der Nachfolgesuche Zeit lassen. dpa

Dirk Dufner

Manager Dufner verlässt Hannover 96, Klubchef Kind will sich bei der Nachfolgesuche Zeit lassen.

Hannover Hannover 96 schließt einen Schnellschuss bei der Manager-Suche aus. Klubchef Martin Kind, der einen Nachfolger für Dirk Dufner verpflichten muss, sieht den Fußball-Bundesligaklub keinesfalls unter Zeitdruck. „Nein, überhaupt nicht. Wir können uns Zeit lassen. Zudem arbeitet Herr Dufner ja noch für uns“, erklärte Kind am Mittwoch auf Anfrage. Dufners Amtszeit endet mit Schluss der Transferperiode, spätestens bis Ende August soll auch der neue Sportdirektor feststehen.

Als Top-Kandidat gilt in Hannover der bisherige Nürnberger Manager Martin Bader. Der 47-Jährige hört nach elf Jahren beim „Klub“ auf, sein Vertrag beim Zweitligisten endet am 30. September. „Den Namen habe ich gelesen, es werden aber auch 10 bis 15 andere Kandidaten genannt. Wir werden zunächst ein Anforderungsprofil erstellen und dann die Ausschreibung starten“, erläuterte Kind das Prozedere.

Am Vortag hatten sich Hannover 96 und Dufner auf die vorzeitige Auflösung des bis Sommer 2016 laufenden Vertrages geeinigt. Offiziell erfolgt die Trennung auf Wunsch des Sportdirektors, Kind gab aber auch zu: „Die Gespräche im Vorfeld haben gezeigt, dass auf beiden Seiten keine Perspektive besteht.“

Sportdirektor geht: Dufner verlässt Hannover 96

Sportdirektor geht

Dufner verlässt Hannover 96

Seit April 2013 leitete Dirk Dufner als Sportdirektor die Geschicke des Erstligisten Hannover 96. Doch nun verlässt der Manager den Klub – zu diesem Zeitpunkt unerwartet. Ein Nachfolger ist aber bereits in Sicht.

Damit hat Hannover 96 vier Tage vor dem DFB-Pokalspiel bei Hessen Kassel am Sonntag keinen Manager. Eine „ungewöhnliche“ Situation, wie der Präsident einräumte. „Der Zeitpunkt der Entscheidung war kein Wunschkonzert“, erklärte Kind. Negative Auswirkungen für die Mannschaft sieht Trainer Michael Frontzeck indes nicht. „Wir gehen nicht belastet in die Saison“, betonte der 96-Coach.

Dufner, seit 2013 für Hannover 96 tätig, hatte nach zwei Spielzeiten mit Abstiegskampf einen erneuten Umbruch des Teams vorgenommen. Er verpflichtete im Sommer für rund 12 Millionen Euro sieben neue Profi. Andererseits nahm der Verein für die Transfers von Lars Stindl, Joselu und Leonardo Bittencourt rund 13 Millionen Euro ein.

Ob Dufners Transferbilanz auch sportlich positiv ausfällt, kann man erst sagen, wenn er schon nicht mehr in Hannover ist. Sein Vorgänger Jörg Schmadtke hatte den Verein ebenfalls vorzeitig verlassen, mit anderen Managern hatte Kind kein Glück. Einen Verzicht auf die Besetzung dieses Postens schloss er aber aus. „Nein, auf keinen Fall“, sagte der 96-Chef, der mittelfristig auch einen Geschäftsführer sucht.

Von

dpa

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