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02.09.2012

19:55 Uhr

Hannover schlägt Wolfsburg

Bayern demütigt Stuttgart in 30 Minuten

Der FC Bayern feierte Schützenfest gegen den VfB Stuttgart – und präsentierte seinen Fans erstmals Rekordeinkauf Javier Martínez. Hannover fügte Wolfsburg im Niedersachsen-Duell eine sehr schmerzhafte Niederlage zu.

Der Neu-Münchner Javier Martinez (r) und Jerome Boateng applaudieren nach Spielende. dpa

Der Neu-Münchner Javier Martinez (r) und Jerome Boateng applaudieren nach Spielende.

Wolfsburg/MünchenDie Bayern sind wieder in Torlaune - und ihren 40-Millionen-Euro-Import Javier Martínez benötigten sie beim 6:1 (3:1)-Schützenfest gegen den VfB Stuttgart gerade einmal als Kurzarbeiter. Als der teuerste Spieler in der Geschichte der Fußball-Bundesliga an seinem 24. Geburtstag sein Debüt im Münchner Trikot feiern durfte, hatten seine Kollegen längst erfolgreich die Vorarbeit geleistet. „Er hat angedeutet, dass er kicken kann“, meinte FCB-Coach Jupp Heynckes über den Spanier.

Martínez betrat am Sonntag in der 77. Spielminute für Bastian Schweinsteiger unter großem Beifall der 71 000 Zuschauer in der ausverkauften Münchner Arena den Rasen. Zu diesem Zeitpunkt hatten Thomas Müller (32./49.), Toni Kroos (33.), Luiz Gustavo (43.), Mario Mandzukic (47.) und der wieder als Chef präsente Schweinsteiger (51.) den deutschen Rekordmeister bereits erneut an die Tabellenspitze geschossen.

„In den ersten 20 Minuten hatten wir es nicht einfach, wir haben uns da schwer getan“, bilanzierte Heynckes. „Danach haben wir peu à peu die Kontrolle gewonnen.“ VfB-Sportdirektor Fredi Bobic war restlos bedient. „Wir waren schon sehr naiv“, sagte er.

Die mit zwei Niederlagen fehlgestarteten Stuttgarter waren durch Martin Harnik (25.) in Führung gegangen – danach hatten sie dem Spielrausch der Münchner nichts entgegenzusetzen. Für den negativen Höhepunkt sorgte nach einem rustikalen Zweikampf mit Jérôme Boateng VfB-Torjäger Vedad Ibisevic, der sich zu einem Kopfstoß hinreißen ließ und Rot (74.) sah. „Deutscher Meister wird nur der FCB“, skandierten die Bayern-Anhänger begeistert.

FCB-Coach Heynckes änderte seine Startelf im Vergleich zum 3:0 bei Greuther Fürth auf zwei Positionen: Franck Ribéry ersetzte Xherdan Shaqiri, für den wegen einer Erkältung aus dem Kader gestrichenen Arjen Robben rückte Schweinsteiger erstmals in dieser Saison in die Anfangsformation.

Stuttgarts Coach Bruno Labbadia brachte nach dem 0:1 gegen den VfL Wolfsburg ebenfalls zwei Neue: Gotoku Sakai und Shinji Okazaki verdrängten Tim Hoogland und Ibrahima Traoré aus der Startelf.

Der VfB begann erstaunlich selbstbewusst. Die schlechte Abstimmung in der Bayern-Deckung nutzte fast Harnik nach vier Minuten: Seinen Schuss aus 13 Metern nach einem Solo lenkte Münchens Keeper Manuel Neuer gerade noch mit den Fingerspitzen an die Latte.

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