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13.03.2006

08:17 Uhr

Hannoveraner haben gute Erfahrungen als Fußball-Sponsor

Continental zielt vor allem aufs Ausland

VonJosef Hofmann

Die Fußball-Weltmeisterschaft soll nicht nur den Ball, sondern auch den Rubel schneller zum Rollen bringen. Darauf setzt der Autozulieferer Continental. Immerhin, so schätzt die Sportsponsoring-Branche, haben sich Fifa-Weltpartner wie Continental allein den Rechte-Erwerb rund 40 Mill. Euro kosten lassen. Dafür will der sonst sehr sparsame Konzern konkrete Ergebnisse sehen.

Teil der Kampagne: Auf einem Plakat begrüßt Continental zur WM-Auslosung in Leipzig stellvertretend für die Fußball-Welt Frankreichs Mittelfeldstar Zinedine Zidane. Foto: Continental

Teil der Kampagne: Auf einem Plakat begrüßt Continental zur WM-Auslosung in Leipzig stellvertretend für die Fußball-Welt Frankreichs Mittelfeldstar Zinedine Zidane. Foto: Continental

FRANKFURT. Conti-Chef Manfred Wennemer stellt es klar: "Wir sind Geschäftsleute und an einem messbaren Erfolg des Sponsorings interessiert." Fußball erscheint den Managern in Hannover als das geeignete Vehikel, die Marke aus dem einheitlichen Grau der Reifenanbieter heraus zu heben. "Fußball ist die Sportart mit der weltweit stärksten Aufmerksamkeit, deutlich vor der Formel 1", sagt Alexander Luehrs, verantwortlich für die Koordination. Er sieht in der WM die ideale Plattform "für unsere primären Ziele, die internationale Bekanntheit von Continental zu steigern und das Image der Premium-Reifenmarke sportlicher und emotionaler zu machen."

Selbst in Deutschland hat der Konzern noch Bekanntheitsdefizite. Das belegte eine Studie im Vorfeld der Sponsoring-Entscheidung - etliche Befragte hielten Conti für eine US-Firma. Dennoch: Der WM-Einsatz zielt vor allem auf außereuropäische Märkte, wo Conti, mit knapp 14 Mrd. Euro Umsatz unter den Top Ten der weltweiten Automobilzulieferer, in einigen Ländern "fast unbekannt" ist.

Die Hannoveraner haben gute Erfahrungen als Fußball-Sponsor. Von 1995 bis 1999 waren sie Partner der UEFA Champions League und seit Jahren unterstützen sie einige Profi-Teams in Europa. Die Ergebnisse sollen messbar positiv sein. Details gibt der Zulieferer nicht heraus. Auch die Kosten des WM-Sponsorings hält er geheim. Aus Konzernkreisen ist aber zu erfahren, dass die Hannoveraner im zweistelligen Millionenbereich bleiben und damit weit weniger ausgeben als andere Sponsoren.

Conti sieht die Zielgruppe so: Der typische Fußballfan ist "Familienmensch, zwischen 30 und 50 Jahre alt, besitzt mindestens einen Gebrauchtwagen. Er hat ein leicht überdurchschnittliches Einkommen und realistische Lebensziele. Seine große Leidenschaft ist - nach seiner Familie - Fußball." Ziel der Kampagne ist, diesem Menschen klar zu machen, dass Conti seine Leidenschaft teilt.

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