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29.09.2012

17:24 Uhr

Harmlose Fürhter

Sidney Sam führt Bayer auf die Siegerstraße

Quelle:SID

Ausgerechnet Sidney Sam hat Bayer Leverkusen auf die Siegerstraße geführt. Der 24-Jährige traf als Joker doppelt zum 2:0 (0:0)-Sieg der Werkself gegen Greuther Fürth.

Doppelpack gegen Fürth: Sidney Sam (l.) SID

Doppelpack gegen Fürth: Sidney Sam (l.)

LeverkusenAusgerechnet Verkehrssünder Sidney Sam hat Bayer Leverkusen auf die Siegerstraße geführt. Der 24-Jährige, der am Freitag wegen einer Trunkenheitsfahrt seinen Führerschein für einem Monat verloren hatte, traf als Joker doppelt (50./62.) zum 2:0 (0:0)-Sieg der Werkself gegen Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth.

Leverkusen sammelte damit auf seinem Weg in die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga sieben Punkte in der englischen Woche. Gleichzeitig feierte Bayer eine gelungene Generalprobe für den zweiten Auftritt in der Europa League am Donnerstag (19.00 Uhr/Sky) bei Rosenborg Trondheim.

Nach dem 1:1 gegen Mönchengladbach und dem 3:1 in Augsburg machte die Mannschaft des Trainer-Duos Sascha Lewandowski/Sami Hyypiä den erhofften Sprung Richtung Europapokal-Plätze. Die zuvor auswärts noch ungeschlagenen Fürther haben sich dagegen nach der vierten Saison-Niederlage im Tabellenkeller festgesetzt.

Sam hatte sich den Zorn von Sportdirektor Rudi Völler zugezogen, weil er am Freitag ohne Wissen des Vereins den vierten Termin vor dem Amtsgericht Düsseldorf hatte platzen lassen. Die Richterin verurteilte Sam in Abwesenheit zu 605 Euro Geldbuße und einem Monat Fahrverbot wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss im Mai 2011.

Sam hatte als Grund für sein Fehlen vor Gericht die Vorbereitung auf das Fürth-Match angegeben. "Von dem Fall wussten wir nichts. Ich werde mich mit Sam ernsthaft unter vier Augen unterhalten. Und es wird auch Konsequenzen für ihn haben", hatte Völler der Bild-Zeitung gesagt.

Zunächst ohne Sam kamen die auf zwei Positionen gegenüber dem Augsburg-Spiel veränderten Leverkusener vor 25.798 Zuschauern aus den Startlöchern und durch einen Schuss von André Schürrle (2. Minute) und Karim Bellarabi, der nach einem langen Pass einen Schritt gegen Fürths Schlussmann Max Grün zu spät kam (9.), zu ersten Möglichkeiten.

Anschließend aber verflachte das Spiel. Bayer war eigentlich nur noch nach Standardsituationen gefährlich, doch Stefan Kießling (24.) scheiterte mit einem Kopfball am sicheren Grün, und Simon Rolfes köpfte am Tor vorbei (27.). Zudem verzog nach einem Konter Schürrle (37.) aus 16 Metern knapp.

Die Gäste beschränkten sich darauf, die Räume eng zu machen und das behäbige Aufbauspiel der Werkself zu zerstören. Bei eigenem Ballbesitz fiel Fürth allerdings lange nicht viel ein. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte kamen die Franken durch den agilen Bernd Nehrig (42./45.+1) zu zwei guten Schuss-Chancen.

Mit der Einwechslung von Sam zur zweiten Halbzeit bewiesen die Bayer-Coaches ein glückliches Händchen. Nach Vorlage von Kießling und Schürrle war Sam auf und davon und schoss überlegt ein. Kießling vergab in der Folgezeit zwei gute Chancen (53./57.), ehe erneut Sam zur Stelle war und eine Vorlage von Carvajal verwertete.

Beste Spieler bei Leverkusen waren Carvajal und Sam, bei Fürth überzeugte mit Abstrichen Nehrig.

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