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19.04.2016

15:02 Uhr

Hausse im Fußball

Der Boom von Borussia Mönchengladbach

VonThomas Schmitt

Die Fohlenelf kämpft in der Liga noch um einen Platz in der Champions League. Wirtschaftlich ist Borussia Mönchengladbach dort angekommen. Auch dank der Spiele in der Königsklasse, aber vor allem wegen kluger Manager.

Borussia Mönchengladbach schreibt seine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte fort: Der Verein hat den Gewinn seit 2005 verzehnfacht. dpa

Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach schreibt seine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte fort: Der Verein hat den Gewinn seit 2005 verzehnfacht.

DüsseldorfFür Erfolge im Profifußball ist eine gute wirtschaftliche Basis unerlässlich. Nur wenn ein Verein nachhaltig sein Umfeld Schritt für Schritt aufbaut und erweitert, kann er auch sportlich Jahr für Jahr in seiner jeweiligen Liga eine gute Rolle spielen. Vorbildlich agiert in dieser Hinsicht seit vielen Jahren Borussia Mönchengladbach.

Im Jahr 2015 zeigte sich dies in einer großartigen Bilanz, der besten in der Geschichte des Klubs. „Wirtschaftlich war es das erfolgreichste Jahr, das Borussia jemals hatte. Wir haben uns in allen Bereichen entwickelt", sagte Geschäftsführer Stephan Schippers. Mit einem Umsatz von rund 160 Millionen Euro gehört die Borussia nun zu den 30 stärksten Vereinen in Europa.

Der starke Anstieg zum Jahr davor ist der Champions League zu verdanken. Und ohne die Königsklasse würde der Umsatz in diesem Jahr auch wieder sinken. Noch besitzt die Fohlenelf die Chance, erneut in der Champions League zu spielen. Doch selbst wenn es nicht mehr klappen sollte, würde das nichts am wirtschaftlichen Aufwärtstrend des Vereins ändern.

Borussia Mönchengladbach 2017: Fakten zu den Fohlen

Verein

Borussia Mönchengladbach feierte 2010 ihren 110. Geburtstag. Der 1. August 1900 ist der offizielle Gründungstag des VfL. Die Fußballprofis spielten zuletzt 2016 in der Uefa Champions League und 2017 in der Europa League.
Quelle: Borussia Mönchengladbach

Anhänger

Verein: Mehr als 81.000 Mitglieder (Stand: April 2017).
Fanklubs: mehr als 1100 mit rund 40.000 Mitgliedern
Jünter-Club: 15.270 Mitglieder

„Das ist unser Kapital“, meint der Vereinspräsident.

Social Media

Vertreten auf Facebook Twitter, Instagram, Vine, Soundcloud, Youtube, Google+, SinaWeibo, Snapchat
Digitale Reichweite: 1,385 Millionen Fans

Stadion

Name: Borussia-Park, kein Sponsor
Fassungsvermögen 54.010 Zuschauer,
alle Plätze überdacht, davon 37.865 Sitzplätze

Trikots

Vereinsfarben: schwarz-weiß-grün
Spielkleidung: weiß (Heim), hellgrün (Auswärts), schwarz (Auswärts II)

Größte Erfolge

Deutscher Meister: 1970, 1971, 1975, 1976, 1977
DFB-Pokalsieger: 1960, 1973, 1995
Deutscher Supercupsieger: 1977
UEFA-Cup-Sieger: 1975, 1979

Bilanz

Umsatz 2010: 71,6 Millionen Euro, 2015: 160,6 Millionen Euro, 2016: 196,9 Millionen Euro
Eigenkapital 2010: 15,3 Millionen Euro, 2015: 61,4 Millionen Euro, 2016: 88 Millionen Euro

Sponsoring

Werbeeinnahmen 2016: 36,3 Millionen Euro, Sponsoring 2005: 18,7 Millionen Euro
Hauptsponsor: Postbank
Co-Sponsoren: Audi, Bitburger, Böklunder, digiBet, Kappa, Kyocera, Reuter, Santander, ZTE

Werte im Klub

Wert der Marke: 159 Millionen Euro (Brand Finance, 2016)
Transferwert Profiteam: 164 Millionen Euro (Transfermarkt.de, April 2017)

Wertvollste Spieler

Mahmoud Dahoud (15 Millionen Euro), Christoph Kramer (12 Millionen Euro), Patrick Herrmann (8 Millionen Euro), Lars Stindl (13 Millionen Euro), Yann Sommer (9 Millionen Euro), Andreas Christensen (16 Millionen Euro)

Die Grundlage dafür wurde bereits um die Jahrtausendwende gelegt. In den vergangenen elf Jahren hat sich der Umsatz des Klubs verdreifacht. Der Jahresüberschuss, also der Gewinn nach Steuern, verzehnfachte sich. Entscheidend aber ist, dass der Verein trotz aller Investitionen sein Eigenkapital mächtig aufgebaut hat. 6,7 Millionen waren es 2005, heute verfügt die Borussia über 60 Millionen Euro.

Die Entwicklung des Vereins seit 2005

    Großen Anteil an diesem wirtschaftlichen Boom hat das neue Stadion auf einem ehemaligen Areal der britischen Rheinarmee. Lange war darüber diskutiert worden, 2002 begann der Bau, seit 2004 ist es im Betrieb. Fast 60.000 Zuschauer passen maximal hinein, wobei es bei Bundesligaspielen 54.000 sind. Oft ist das Stadion bis auf den letzten Platz ausverkauft.

    Mit dem Borussia Park begann der wirtschaftliche Aufschwung des Vereins. Rund um diese Arena entsteht nun Schritt für Schritt ein Fußball-Erlebnispark, der in einigen Jahren für weitere, stetige Einnahmen sorgen soll. Zusätzliche Millionen, die der Verein dann in die sportliche Entwicklung der Mannschaft stecken will.

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