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29.05.2017

16:43 Uhr

Helene Fischer und der Fußball

Atemlos und verkracht

Fußballkultur gegen Kommerzialisierung, die x-te: Während Helene-Fischer-Fans sich am Pfeifkonzert während der Halbzeitpause des DFB-Pokals stören, stören sich Fußballfans an der Show. Der DFB kommt ins Grübeln.

Ihre Halbzeit-Show wird zum Kondensationspunkt der köchelnde Debatte um die Kommerzialisierung des Fußballs. dpa

Helene Fischer

Ihre Halbzeit-Show wird zum Kondensationspunkt der köchelnde Debatte um die Kommerzialisierung des Fußballs.

BerlinSchlagersängerin Helene Fischer (32) hat ihren Auftritt beim DFB-Pokalfinale am Samstag, bei dem sie minutenlang ausgepfiffen wurde, für sich persönlich wohl weitgehend abgehakt. „Da muss ein Musiker vielleicht auch mal durch“, sagte sie am Sonntagabend in der RTL-Sendung „Mensch Gottschalk“. „Ich hab mir so 'ne dicke Haut in den letzten Jahren (zugelegt) und seit gestern sind auch noch Haare gewachsen.“

Wie sie das lautstarke, anhaltende Pfeifkonzert im Berliner Olympiastadion bei ihrem Live-Auftritt empfunden hat, beschrieb sie einen Tag später so: „Da zu stehen als Künstlerin und die geballte Testosteron-Power zu spüren, das war schon...“ Wirklich böse könne sie den Fußballanhängern nicht sein, betonte sie. „Ich hab das aber gar nicht als so schlimm empfunden.“ Die Pfiffe der Fußballfans bezog sie auch nicht auf sich alleine: „Da ist ein Groll da, die wollten keine Unterhaltung.“

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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Sonntag angekündigt, Showeinlagen in der Halbzeitpause zu überdenken. „Wir analysieren nach jedem Pokalfinale die Abläufe, das werden auch in diesem Jahr tun. Danach entscheiden wir, was wir beibehalten oder verändern“, teilte der DFB am Sonntag mit.

Das bestätigte am Montag auch noch einmal DFB-Vizepräsident Peter Frymuth gegenüber der „Rheinischen Post“. "Wir werden für die Zukunft aus dem vergangenen Samstag lernen", so der Verbandsfunktionär. „Es gilt ganz genau zu prüfen, was in Deutschland zu einem Pokalfinale passt - und was eben nicht.“ Man müsse versuchen, alle Interessen in unsere Überlegungen einzubeziehen. Die scharfe Kritik seitens der Fans will Frymuth nicht ungehört verklingen lassen. Im Interview antwortet der DFB-Vize mit einer ganzen Reihe von Fragen, sie sich der Verband stellen müsse: „Wer ganz genau erklärt hier eigentlich wem den Krieg und warum? Ist damit die ganze Arbeit des DFB gemeint? Also auch die Arbeit an der Basis? Oder wird hier auf generelle Entwicklungen im bezahlten Fußball abgehoben? Werden damit Strafen wegen Verfehlungen der Fans kritisiert?“ An einer Entfremdung könne niemandem gelegen sein, heißt es weiter.

Von

dpa

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