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09.05.2012

18:35 Uhr

Hilfspaket genehmigt

Die Bürgerschaft rettet den FC Hansa Rostock

Die Bürgerschaft hat das Hilfspaket für den verschuldeten FC Hansa Rostock genehmigt. Ohne die öffentliche Unterstützung hätte dem Zweitliga-Absteiger die Insolvenz gedroht - und damit der Abschied aus dem Profi-Fußball.

Hansa-Fans, Vereins- und Mannschaftsmitglieder demonstrieren für den Erhalt des FC Hansa Rostock. dpa

Hansa-Fans, Vereins- und Mannschaftsmitglieder demonstrieren für den Erhalt des FC Hansa Rostock.

RostockDie Bürgerschaft der Hansestadt Rostock hat am Mittwoch dem Hilfspaket für den hoch verschuldeten Zweitliga- Absteiger FC Hansa Rostock mit großer Mehrheit zugestimmt. Damit ist die Insolvenz des Vereins abgewendet, die auch den Zwangsabstieg in die Regionalliga - schlimmstenfalls sogar in die Oberliga - bedeutet hätte.

Das Hilfspaket sieht einen Teilerlass der Steuerschulden in Höhe von 680 000 Euro, den Ankauf eines in Hansa-Besitz befindlichen Sportgeländes im Wert von 530 000 Euro und einen Zuschuss an den Verein in Höhe von 750 000 Euro vor. Insgesamt drücken den Verein rund 8,5 Millionen Euro Schulden.

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Falls die Stadt den FC Hansa Rostock heute nicht rettet, muss der Klub Insolvenz anmelden. Eine Pleite könnte die Anhänger auch finanziell treffen – erst im vergangenen Sommer gab der Absteiger eine Fan-Anleihe aus.

Zuvor hatten sich rund 3000 Fans des Vereins auf dem Neuen Markt versammelt. Der Bürgerschaft wurden vor der entscheidenden Sitzung mehr als 25 000 Unterschriften übergeben. Bereits am Sonntagvormittag hatten rund 6000 Hansa-Fans in einer Demonstration an die Bürgerschaft appelliert, dem Hilfspaket zuzustimmen.

Am Dienstag bot zudem der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München an, im kommenden Jahr zu einem Benefizspiel nach Rostock zu kommen. Ein Erlös von mehreren hunderttausend Euro ist zu erwarten.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Rene

09.05.2012, 19:09 Uhr

Somit haben die 300 Menschen auf dem Marktplatz und die 25000 Menschen mit den Unterschriften dafür gesorgt, dass der Stuttgarten Badmingtonspieler den FC Hansa Rostock rettet, obwohl dieser sicherlich seinem eigenen Verein lieber geholfen hätte.

Denn die Stadt Rostock ist (fast) pleite und hat gar keine Geld zu verschenken. Das Defizit wird über den Länderfinanzausgleich vom Süden nach Mecklenburg-Vorpommern transferiert.

Ob die Rostocker-Fußball-Fans so solidarisch mit dem FC St. Pauli gewesen wären?

Feuerlauf

09.05.2012, 22:24 Uhr

Schlimm, Schlimm nur Geld für die Profis , die nicht wirtschaften können und nichts für Kultur und Kinder- und Jugendfreizeit.

Nordosten

10.05.2012, 07:27 Uhr

Natürlich ist der FC Hansa Rostock vielen ein Dorn im Auge,
aber diesen Verein wird es trotz seiner Mängel weiter
geben. Jeder Verein ist sich selbst am nächsten, es sei denn, man hat genug Geld,damit man mit einem Benefizspiel
für sich Werbung betreiben kann. Ich möchte daran erinnern, was für ein Aufschrei durch Fußballwestdeutschland ging, als Borussia Dortmund
fast pleite war. Aber das ist anscheinend etwas ganz
anderes. Ich erwarte, dass nun in naher Zukunft sportlich
etwas vom FCH zurückkommt. Leider ist das Geld immer entscheidend beim Aufstieg oder Fall eines Vereins.

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