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19.02.2013

15:20 Uhr

Historische Premiere

Torlinien-Technologie zur Fußball-WM

Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 werden die Referees durch eine Torlinien-Technologie unterstützt. Dies teilte die Fifa mit. Nun streiten sich vier Anbieter um den Zuschlag, darunter auch zwei deutsche Firmen.

Zürich/BerlinHistorische Premiere bei der WM 2014: Der Fußball-Weltverband Fifa wird im kommenden Jahr in Brasilien wie erwartet erstmals bei einer Weltmeisterschaft die Torlinien-Technologie einsetzen. Nach dem erfolgreichen Test bei der Vereins-WM im Dezember 2012 wird die neue Technik auch beim Confederations Cup in diesem Sommer einem weltweiten Publikum vorgestellt, teilte die Fifa am Dienstag mit und bestätigte damit die bereits im Juli vergangenen Jahres getroffene Entscheidung.

Vier Anbieter streiten sich derzeit um den Zuschlag, darunter zwei deutsche Firmen, die die Testphase durchlaufen haben und bald ebenfalls zugelassen werden könnten. Eine Entscheidung, welche Technik bei der WM zum Einsatz kommt, soll Anfang April fallen. Das bereits beim Tennis erprobte Hawk-Eye zur Überwachung der Torlinie (Torkamera) und das GoalRef-System (Chip im Ball) sind bereits lizenziert und haben den „Fifa-Stempel“ als Zertifikat.

Wembley-Tor-Mythen und Torklau-Schlagzeilen sollen damit endgültig der Vergangenheit angehören. In jedem der zwölf WM-Stadien soll das neue System installiert werden. Ein zeitnaher Einsatz der technischen Hilfsmittel in der Champions- oder Europa League scheint derzeit ausgeschlossen. Uefa-Präsident Michel Platini hat sich bisher immer als Gegner der Technik gezeigt. Bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) gilt die Technik als sehr umstritten.

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff begrüßte indes den Einsatz der Torlinien-Technologie. „Gegen ein funktionierendes System ist überhaupt nichts zu sagen. Das wird man als Sportler der Fairness wegen akzeptieren“, sagte Bierhoff am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. „Die Liga hatte sich ja immer rausgehalten. In anderen Sportarten wie Tennis gibt es ja solche Technologien schon. Das Bedeutende ist eben die Funktionalität. Wenn die sichergestellt ist, finde ich es positiv“, ergänzte Bierhoff am Rande des SpoBiS-Kongresses in Düsseldorf.

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