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24.05.2012

15:38 Uhr

Hohe Kosten

Vereine wollen am Fifa-Reichtum teilhaben

Die Fifa schwimmt im Geld, während die Fußballvereine in Europa sich immer weiter verschulden. Bislang wehrt sich die Fifa jedoch gegen eine stärkere Beteiligung der Vereine - und gelangt damit immer weiter in Kritik.

Fifa-Chef Joseph S. Blatter will den Fußballklubs keine Zusagen machen. Reuters

Fifa-Chef Joseph S. Blatter will den Fußballklubs keine Zusagen machen.

BudapestEin wenig muss sich Fifa-Boss Joseph S. Blatter wie Dagobert Duck vorkommen. Der Schweizer Chef des Fußball-Weltverbandes könnte wie das Vorbild aus Entenhausen auch den ganzen Tag damit zubringen, dass Geld der Fifa zu zählen. Denn auf dem 62. Kongress in Budapest wird am Freitag verkündet, dass sich die Rücklagen der Fifa inzwischen auf mehr als eine Milliarde Euro (1,293 Milliarden US-Dollar) belaufen.

„Mit Freude stelle ich fest, dass die Fifa finanziell auf einer grundsoliden Basis steht", betonte Blatter. Für die WM 2018 in Russland sind schon jetzt Verträge in einer Größenordnung von rund 1,7 Milliarden Euro unter Dach und Fach. Der Geldfluss reißt also nicht ab - im Gegenteil.

Dieser Reichtum weckt natürlich Begehrlichkeiten. Vor allem die Klubs, in erster Linie die aus Europa, wollen ein größeres Stück vom Fifa-Kuchen abhaben. Bislang wehrt sich der Weltverband aber beharrlich, den Vereinen noch mehr von den Einnahmen zu überlassen.

Bei der WM 2010 in Südafrika wurden von der Fifa 40 Millionen an Abstellungsgebühren für die Spieler gezahlt, in zwei Jahren in Brasilien sollen es 70 Millionen Euro sein. Aber die von Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, angeführte europäische Klub-Vereinigung ECA will mehr.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) zeigte sich im Frühjahr auf dem Kongress in Istanbul wesentlich spendabler. Die Zahlungen der Uefa an die Klubs für die EURO 2012 in Polen und der Ukraine belaufen sich auf 100 Millionen Euro und erhöhen sich für die EURO 2016 in Frankreich sogar auf 150 Millionen Euro.

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