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01.06.2015

21:55 Uhr

HSV hält die Klasse

Der Dino rettet sich schon wieder

Erleichterung beim Hamburger SV. Das letzte Gründungsmitglied der 1. Bundesliga gewinnt das Rückspiel der Relegation gegen Karlsruhe mit 2:1 und hält die Klasse. Doch auf die Hanseaten wartet jetzt eine Menge Arbeit.

Sieg über Karlsruhe

Klassenerhalt für den Hamburger SV

Sieg über Karlsruhe: Klassenerhalt für den Hamburger SV

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Düsseldorf/KarlsruheVor der Saison hätte wohl die gesamte Liga Geld darauf gesetzt, dass der Hamburger SV wieder zu den Abstiegskandidaten zählt. Nur ein Klub nicht – der HSV selbst. Nachdem in der vergangenen Saison Negativleistungen am Fließband zu akuter Abstiegsnot geführt hatten, gab sich das einzige noch nie abgestiegene Gründungsmitglied der 1. Bundesliga im Sommer geläutert und reformfähig. Die Abteilung Profisport wurde unter frenetischem Jubel ausgegliedert. In Dietmar Beiersdorfer kam ein neuer Chef, der Aufschwung und Rückbesinnung auf bessere Zeiten versprach.

Es sollte alles anders kommen. Ein Jahr nach dem dramatischen Klassenerhalt in der Relegation musste der „Dino“ erneut ran. Und wie vor einem Jahr konnte der HSV sich um Haaresbreite retten. 2:1 nach Verlängerung gegen den Karlsruher SC, das bedeutet den Klassenerhalt. Über das „Wie“ wird in Hamburg schnell keiner mehr reden. Allerdings muss ein Punkt geklärt werden: Was jetzt?

Bis zur 90. Minute führte der KSC mit 1:0, die Aufstiegs-Shirts lagen bereits neben der Bank parat. Doch dann schoss Marcelo Diaz (90.+1) mit seinem ersten Pflichtspieltor für den HSV das Bundesliga-Gründungsmitglied in die Verlängerung. In der 115. Minute zerstörte der eingewechselte Nicolai Müller mit seinem Treffer jäh die Karlsruher Erstliga-Träume. Kurz vor Schluss parierte HSV-Keeper René Adler noch einen Strafstoß von Rouwen Hennings (120.+2).

Die negativen Vereins-Rekorde des Hamburger SV

Unrühmliche Statistiken

Der Hamburger SV hat in der Fußball-Bundesliga zwar mehr Punkte als in der schlechten Vorsaison erzielt, aber trotz erneut knapp geschaffter Relegation erneut für einige negative Vereinsrekorde gesorgt.

Platzierung

Schlechteste Platzierung der Liga-Geschichte: 16 (wie im Vorjahr).

Tore

Wenigste Tore in einer Saison: 25.

Tordifferenz

Schlechteste Tordifferenz in 52 Jahren: -25.

Höchste Niederlage

Höchste Saisonniederlage in 52 Jahren: 0:8 gegen Bayern München (14.2.2015).

Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw gelang den Norddeutschen damit wie schon im Vorjahr nach einer völlig verkorksten Saison die späte Rettung. Der sechs Minuten vorher eingewechselte Reinhold Yabo hatte mit seinem Treffer in der 78. Minute die Badener 1:0 in Führung geschossen und nach dem 1:1 im Hinspiel das mit 27.986 Zuschauern ausverkaufte Wildpark-Stadion kurzzeitig in ein Tollhaus verwandelt. Nach dem Last-Minute-Schock in der regulären Spielzeit versuchte der KSC in den zusätzlichen 30 Minuten noch einmal alles, doch trotz der lautstarken Unterstützung von den Rängen reichte es nicht mehr zum sechsten Erstliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte.

Kommentare (3)

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Herr Horst Meiller

02.06.2015, 07:50 Uhr

"...rettet sich...." Nein, wurde vom Schiri durch eine Fehlentscheidung in letzter Minute der regulären Spielzeit gerettet, durch einen unberechtigten Freistoß!

Herr christoph freitag

02.06.2015, 09:16 Uhr

Unglalublich, schulbuchmäßig hat der Spieler ein Handspiel vermieden und trotzdem Freistoß. Da muss man demnächst einfach in den 16er auf einen Gegenspieler bolzen und es gibt Elfer? Der Schiedsrichter hat sehr viel zugelassen. Z.B: Holtby lief nach seiner Auswechslung dauernd an der Seitenlinie entlang ohne das obligatorische gelbe Überziehshirt. Da gibt es auch eine Regel, Herr Schiedsrichter. Und oft auch außerhalb der Coaching-Zone. In der Verlängerung waren ca. 200 HSV Fans im Innenraum.

Herr Horst Meiller

02.06.2015, 09:48 Uhr

Die schmierigen arroganten Fischköpf MUSSTEN einfach in der BL bleiben, auf wessen Geheiß...? Das war doch über die ganze Spieldauer so offensichlich. Ich bin kein KSC-Fan, hab das Spiel als neutraler Zuschauer gesehen, aber das Ergebnis war dann wirklich unverdient!

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