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Werder Bremen überrascht die Konkurrenz

Bundesliga-Finale

Sportökonom erklärt: Deshalb lässt der Hass gegen RB Leipzig bald nach

Bundesliga-Finale: Sportökonom erklärt: Deshalb lässt der Hass gegen RB Leipzig bald nach

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Ähnlich gespalten wie bei den Bayern sind die Befragten gegenüber dem Bundesliga-Neuling RB Leipzig eingestellt. Der ostdeutsche Verein, der seit 2009 vom Getränkekonzern Red Bull aus dem Boden gestampft wurde, liegt nach wie vor in den meisten Vergleichen der 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga abgeschlagen auf den letzten Plätzen, vor allem bei Menschen aus Westdeutschland.

Bei RB Leipzig sei die hohe Polarisierung (entweder gut oder schlecht) das Ergebnis des Spannungsfelds aus sportlich begeisternden Auftritten und umstrittenen Praktiken des Vereins, stellen die Autoren der Studie fest. Solche Assoziationen bestehen häufig bei den sogenannten „Retortenclubs“ wie 1899 Hoffenheim, RasenballSport Leipzig oder dem VfL Wolfsburg.

Die sympathischen Klubs in 1. und 2. Bundesliga

Platz 10

1. FC Köln

Ausprägung: 57,55
Veränderung zum Vorjahr: -5,74

Quelle: Fußballstudie 2017, Die Markenlandschaft der Fußball-Bundesliga

Platz 9

FC Augsburg

Ausprägung: 58,05
Veränderung zum Vorjahr: -4,45

Platz 8

SV Sandhausen

Ausprägung: 58,33
Veränderung zum Vorjahr: -2,74

Platz 7

Greuther Fürth

Ausprägung: 59,57
Veränderung zum Vorjahr: +1,83

Platz 6

Holstein Kiel

Ausprägung: 59,88
Veränderung zum Vorjahr: neu

Platz 5

SV Werder Bremen

Ausprägung: 60,21
Veränderung zum Vorjahr: -0,45

Platz 4

Borussia Dortmund

Ausprägung: 61,14
Veränderung zum Vorjahr: -5,89

Platz 3

FSV Mainz 05

Ausprägung: 62,28
Veränderung zum Vorjahr: -1,51

Platz 2

SC Freiburg

Ausprägung: 62,56
Veränderung zum Vorjahr: -3,67

Platz 1

FC St. Pauli

Ausprägung: 63,09
Veränderung zum Vorjahr: -0,17

Diese Vereine würden in der Öffentlichkeit oftmals als wenig traditionsreich angesehen, stellen die Forscher fest. Um solche negativen Einstellungen zu neutralisieren, empfehlen sie, die positiven Eigenschaften, wie beispielsweise die Innovationskraft der Vereine, zu betonen und damit den Fokus weg von negativen Assoziationen zu lenken.

Noch besser wäre es natürlich, positive Eindrücke zu verfestigen, um das Image aufzupolieren. Ein Beispiel sei hier der für sein Sozialmanagement gelobte Verein SV Werder Bremen, der immer wieder durch Projekte die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Stadtgesellschaft Bremens“ unterstütze. Dies sei gut dafür geeignet, um „Werder“ deutlicher von anderen Vereinsmarken abzugrenzen.

Die unsympathischsten Klubs in 1. und 2. Bundesliga

Platz 27

1899 Hoffenheim

Ausprägung: 49,76
Veränderung zum Vorjahr: -2,45

Quelle: Fußballstudie 2017, Die Markenlandschaft der Fußball-Bundesliga

Platz 28

Bayer 04 Leverkusen

Ausprägung: 49,46
Veränderung zum Vorjahr: -3,91

Platz 29

VfL Wolfsburg

Ausprägung: 49,23
Veränderung zum Vorjahr: -4,16

Platz 30

Hannover 96

Ausprägung: 47,46
Veränderung zum Vorjahr: -6,85**

**Signifikante Veränderung 5%-Niveau

Platz 31

FC Schalke 04

Ausprägung: 46,29
Veränderung zum Vorjahr: -8,46**

**Signifikante Veränderung 5%-Niveau

Platz 32

Hamburger SV

Ausprägung: 46,12
Veränderung zum Vorjahr: -13,06**

**Signifikante Veränderung 5%-Niveau

Platz 33

SG Dynamo Dresden

Ausprägung: 44,78
Veränderung zum Vorjahr: -0,32

Platz 34

Eintracht Frankfurt

Ausprägung: 44,52
Veränderung zum Vorjahr: -11,19**

**Signifikante Veränderung 5%-Niveau

Platz 35

RasenBallsport Leipzig

Ausprägung: 40,21
Veränderung zum Vorjahr: -4,23

Platz 36

FC Bayern München

Ausprägung: 37,27
Veränderung zum Vorjahr: -9,26**

**Signifikante Veränderung 5%-Niveau

Was offenbar gelungen ist, denn Werder sprang in der diesjährigen Studie in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz vor. Die „Grün-Weißen“ seien dabei auch für ihren Einsatz und Kampfgeist in der zurückliegenden Saison von den Befragten belohnt worden, urteilen die Autoren. Das Team verbesserte sich in der Saison vom Tabellenplatz 16 in die obere Tabellenhälfte.

Konstant im Spitzenfeld hält sich übrigens als vierter der sportlich ziemlich erfolglose Zweitligist FC St. Pauli, was ungewöhnlich ist. Der „Kiez-Club“ stelle ein Parade-Beispiel für ein stringentes Markenmanagement sowie die Entwicklung einer starken und unverwechselbaren Vereinsmarke dar, so das Urteil. Diese Markenstärke sei „weitgehend unabhängig von den sportlichen Entwicklungen“.

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