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13.04.2006

13:23 Uhr

Immobilien der WM-Städte

Erst wurde umgebaut, dann abgerissen

Die heutige AWD-Arena blickt auf eine lange Geschichte: Erbaut wurde das Heimstadion von Hannover 96 als Niedersachsenstadion in den Jahren 1952 bis 1954 - für 80 000 Besucher, von denen mehr als die Hälfte unter freiem Himmel saßen.

HANNOVER. Zur WM 1974, zur EM 1988 und im Rahmen einer Sanierung 1997/98 wurde das Niedersachsenstadion umgebaut und auf 50 000 Plätze verkleinert. Kurz nach dem letzten Umbau musste es auf Grund des WM-Zuschlags für Hannover dann weitgehend weichen: Das Stadion wurde zu etwa 70 Prozent abgerissen, nur die etwa 15 000 Plätze der Westtribüne blieben stehen. Der Umbau zur heutigen AWD-Arena kostete 65 Mill. Euro, 49 000 Zuschauer haben Platz.

Seit dem Auftritt der Rolling Stones im Jahre 1982 entwickelte sich das weite Hannoveraner Rund überdies zu einem der beliebtesten Open-Air-Konzertplätze im Norden der Republik. An diese Tradition will der jetzige Betreiber, die Hannover 96 Arena GmbH & Co. KG, anknüpfen. Für den Juli ist das erste Konzert in der neuen Arena geplant. Zu Gast: die Rolling Stones. Einen Monat später an gleicher Stelle: Madonna.

Vorher wird jedoch noch Fußball gespielt: Die heimische Mannschaft Hannover 96 steht auf einem gesicherten Mittelfeldplatz. "Direkt nach dem letzten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen beginnen wir damit, das Stadion WM-tauglich zu machen", so Arena-Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier. Dazu werden die noch bestehenden 8 000 Steh- zu Sitzplätzen und die derzeit 80 Plätze für Medienvertreter auf insgesamt 300 erweitert. Die Kapazität wird dadurch um etwa 15 Prozent verringert: "Etwa 43 000 Besucher werden wir für die Spiele der WM begrüßen können", sagt Schnitzmeier.

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