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03.01.2014

19:06 Uhr

Interview mit Christoph Metzelder

„Man kann nicht auf der ganzen Welt helfen“

VonLisa Hegemann

Ex-Fußballprofi Christoph Metzelder hat noch während seiner aktiven Zeit eine Stiftung gegründet. Im Interview erklärt er, was das Ruhrgebiet damit zu tun hat und welche Rolle seine Popularität dabei spielt.

Ex-Innenverteidiger Christoph Metzelder besucht regelmäßig die Projekte seiner Stiftung. Christoph-Metzelder-Stiftung

Ex-Innenverteidiger Christoph Metzelder besucht regelmäßig die Projekte seiner Stiftung.

Handelsblatt Online: Sie haben im Jahr 2006 die Christoph Metzelder Stiftung gegründet, die ihren Fokus auf Bildungsprojekte legt. Wie kam Ihnen die Idee für die Stiftung?
Christoph Metzelder: Ich komme aus einer katholisch geprägten Familie, war in meiner Jugend Messdiener. Soziale Verantwortung war also Teil meiner Erziehung. Dann wurde ich über Nacht Fußballprofi, prominent, und mein kirchlicher Hintergrund öffentlich. Viele Organisationen kamen auf mich zu, die ich in den ersten Jahren gerne unterstützt habe. Mir war aber relativ früh schon klar, dass ich etwas Eigenes machen möchte, um einen Schwerpunkt zu setzen. 

Als Sie Ihre Stiftung gegründet haben, waren Sie noch als Fußballprofi aktiv, standen im WM-Kader der deutschen Fußballnationalmannschaft. Wie viel Zeit blieb Ihnen da für die Stiftung?

In einem normalen Wochenablauf einer Profi-Fußballmannschaft ist morgens Training, und dann hat man den Nachmittag zur freien Verfügung – unter anderem dafür, eine Stiftung voranzutreiben. Die Idee war immer, die Stiftung langfristig und nachhaltig aufzubauen. Dabei geht es darum, das Stiftungskapital zu stärken und aus dessen Verzinsung Projekte zu unterstützen. Das ist für mich eine Lebensaufgabe.

Inzwischen arbeiten Sie für die Werbeagentur Jung von Matt. Wie passt die Stiftung heute in den Tagesablauf? 

Letztendlich starte ich ja jetzt erst mit meinem „richtigen“ Berufsleben. Ich will damit nicht das, was man als Fußballprofi leisten muss, geringschätzen. Heute bin ich Geschäftsführer der Werbeagentur in Hamburg, ich bin bei Sky als Experte in deutschen Stadien unterwegs und unterstütze seit Jahren meinen Heimatverein TuS Haltern. Gemeinsam mit der Stiftung sind das vier große Projekte, zwischen denen ich mich momentan bewege. Das ist sehr zeitintensiv.

Wie viele Termine schaffen Sie dann überhaupt für Ihre Stiftung?

Ich sehe mich in der Verantwortung, an so vielen Terminen wie möglich teilzunehmen. Der Aufgabenbereich geht von der Ansprache von Unternehmen, einzelnen Spendern und Förderern über die Projektbegleitung, also die Projekte regelmäßig zu besuchen und Zeit mit den Kindern und Jugendlichen zu verbringen, bis hin zu der Planung von Events, Pressearbeit, Social Media. Eben das komplette Spektrum, das wir versuchen ehrenamtlich abzudecken. Da bin ich natürlich an vorderster Front mitgefordert.

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