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09.05.2015

16:12 Uhr

Jupp Heynckes wird 70

„50 Jahre Profifußball sind genug“

Der Triple-Triumph mit Bayern 2013 war Höhepunkt und Ende der Trainerkarriere von Jupp Heynckes. Als Nationalspieler gewann er WM- und EM-Titel sowie vier Meistertitel mit Gladbach. Am Samstag wird er 70 Jahre alt.

Sportdirektor Matthias Sammer (l-r), Trainer Jupp Heynckes und Präsident Uli Hoeness vom Fußball-Bundesligisten FC Bayern München fahrenin einem Autokorso vom Stadion zum Marienplatz zur Meisterfeier (Archivfoto). dpa

Jupp Heynckes

Sportdirektor Matthias Sammer (l-r), Trainer Jupp Heynckes und Präsident Uli Hoeness vom Fußball-Bundesligisten FC Bayern München fahrenin einem Autokorso vom Stadion zum Marienplatz zur Meisterfeier (Archivfoto).

Jupp Heynckes hat bittere Enttäuschungen erlebt und am Ende seiner Karriere den größten Triumph gefeiert. Er wurde angefeindet, bedroht, gefeuert, verspottet, aber ebenso geliebt und verehrt. „Wichtig ist, dass man nie aufgeben darf und aus Enttäuschungen neue Motivation zieht“, lautet das Lebensmotto des früheren Nationalstürmers und Erfolgstrainers, der am Samstag 70 Jahre alt. Er genießt das Rentnerdasein sehr: „Es ist angenehm, als Privatmann zu leben und im Alltagsmodus unterzutauchen.“

Das historische Triple mit Bayern München, der Gewinn der deutschen Meisterschaft, des DFB-Pokals und der Champions League im Jahr 2013, war die Krönung seiner Laufbahn und die Bestätigung seiner Philosophie: „Aus Fehlern lernen und sein Tun korrigieren.“ Schließlich hatte er mit dem FC Bayern noch ein Jahr vorher alle drei Titel verspielt.

„Oft sind herausragende Spieler keine herausragenden Trainer, Jupp Heynckes ist der beste Beleg für das Gegenteil“, sagte sein Weggefährte Günter Netzer über den einstigen Mitspieler bei Borussia Mönchengladbach. Dort wurde Heynckes vom damaligen Trainer Hennes Weisweiler geprägt. „Brüder im Geiste“ nannte Netzer die beiden. Sie habe die Leidenschaft für den Fußball, die soziale Kompetenz und der unbedingte Siegeswille verbunden - und auch „die tagelange schlechte Laune nach Niederlagen“.

Mediensicht: Wie Guardiola Bayern-Trainer wurde

26./27. Juli 2011

Beim Vorbereitungsturnier des FC Bayern in München tritt auch der FC Barcelona an: Dessen Trainer Pep Guardiola signalisiert sein Interesse, eines Tages den FC Bayern zu trainieren - und er hinterlässt den Verantwortlichen seine Telefonnummer. Von Jupp Heynckes lässt er sich das Trainingsgelände zeigen.

18. Juni 2012

Das erste Gerücht kommt auf. Laut Medieninformationen hatte sich Bayerns damaliger Sportdirektor Christian Nerlinger bereits beim spanischen Pokalfinale am 25. Mai mit Guardiolas Bruder und Berater Pere getroffen.

21. Juni 2012

Pep Guardiola dementiert Berichte über Verhandlungen und erklärt: "Ich habe mit keinem Verein gesprochen, und ich bin nicht bereit, mich jetzt zu binden."

10. Dezember 2012

Erneute Gerüchte über eine Verpflichtung Guardiolas. "Erst reden wir 2013 mit Heynckes", sagt der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge daraufhin.

7. Januar 2013

Im Rahmen der FIFA-Gala in Zürich reagiert Guardiola ausweichend auf die Frage nach einem Engagement in München: „Es wäre respektlos, wenn ich zu einem Verein, der aktuell einen Trainer beschäftigt, konkret etwas sagen würde.“ Allerdings bestätigt der Spanier auch seine Rückkehr auf die Trainerbank im Sommer.

15. Januar 2013

Nach Informationen von Sky Italia soll Guardiola eine Entscheidung zugunsten der Bayern getroffen haben. Rummenigge will die Meldung nicht kommentieren: „Ich kann dazu nur sagen, dass wir die gesamte Situation immer sehr souverän gehandhabt haben.“

16. Januar 2013

Um 16:48 Uhr bestätigt der FC Bayern die Mediengerüchte, dass der 41 Jahre alte Guardiola einen Vertrag bis 2016 unterschrieben hat und die Nachfolge von Jupp Heynckes antreten wird.

24. Juni 2013

Guardiola wird sich ab 12.00 Uhr bei einer Pressekonferenz in der Allianz-Arena erstmals als Trainer des FC Bayern zu Wort melden.

26. Juni 2013

Erstes Training unter Guardiola in der Allianz-Arena. 25.000 Fans werden zur öffentlichen Einheit erwartet.

29. Juni 2013

Erster lockerer Test unter Guardiola: das „Traumspiel 2013“ gegen den Fanclub Wildenau.

Als sich Heynckes nach 369 Bundesligapartien, 220 Treffern, vier Meistertiteln sowie den EM- und WM-Siegen 1972 und 1974 als Spieler verabschiedete, begann er erst als Assistent von Udo Lattek bei Gladbach seine Trainerlaufbahn. Anschließend wurde er dort Chefcoach. Bayern München mit seinen ersten beiden nationalen Titelerfolgen (1989 und 1990) und Athlétic Bilbao waren die nächsten Stationen. 1994 kehrte er in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt zurück. Dort erlebte er einen Spieleraufstand gegen sich und musste die Hessen schleunigst wieder verlassen.

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