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18.01.2007

16:00 Uhr

Kader-Umbau

FC Bayern nach „schwarzem Dienstag“ unter Zugzwang

Nach dem Schock des Rücktritts von Fußball- Nationalspieler Sebastian Deisler gerät der FC Bayern München beim geplanten Umbau seines Kaders immer stärker unter Zugzwang.

Abgetreten dpa

Sebastian Deisler bei seiner Abschieds-Pressekonferenz in München.

dpa MÜNCHEN. „Es ist nicht so, dass wir sorgenfrei sind“, räumte Manager Uli Hoeneß angesichts der ambitionierten Zukunftspläne des deutschen Rekordmeisters ein. „Wir müssen langsam aufpassen mit unserem Kader“. Vor allem die Lücke im Mittelfeld, in dem der Weggang von Michael Ballack noch nicht verkraftet wurde, droht sich nach den jüngsten Nackenschlägen auszuweiten.

Mit seiner einsamen Entscheidung hatte Deisler die Bayern-Oberen kalt erwischt. „Jetzt muss ich mich erst einmal erholen“, war Hoeneß fast sprachlos. Panikkäufe, die bei praller Kriegskasse finanziell möglich wären, schloss Hoeneß aber aus. „Wir werden jetzt sicherlich keine Schnellschüsse machen“, sagte der Manager. Die Planungen für den weiteren Umbau des Kaders müssten „in Ruhe“ bis zur Sommerpause vorangetrieben werden. „Aber manchmal sind Umbauten, zu denen man gezwungen wird, nicht die schlechtesten Lösungen.“

Kurzfristig sieht auch Trainer Felix Magath im Kampf um die deutsche Meisterschaft sowie in der Champions League keinen Handlungsbedarf. „Im Moment reicht der Kader für unsere Ziele. Ich habe noch ein paar Mittelfeldspieler“, sagte der Coach. Doch mit Blick auf die Zukunft dürfte beim deutschen Branchenprimus nach dem „schwarzen Dienstag“ das Werben auch um internationale Top-Spieler verstärkt werden. Vor allem im Mittelfeld, in dem der Verein neben Deisler zum Saisonende auch „Dauerbrenner“ Hasan Salihamidzic (Wechsel zu Juventus Turin) sowie Routinier Mehmet Scholl (Karriereende) verliert, steht der Verein unter Druck.

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