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21.12.2014

20:44 Uhr

Kampf um Klassenerhalt

Freiburg verpasst den Befreiungsschlag

Es hätte ein gutes Jahresende werden können, für den Freiburger SC – lange sah es so aus, als könnte er im Heimspiel gegen Hannover siegen. Die letzten Sekunden schmetterten die Freiburger zurück in den Tabellenkeller.

Augen zu und durch zum Sieg? Das gelang dem SC Freiburg, hier im Kampf Admir Mehmedi (links), am Ende trotz langer Führung doch nicht. dpa

Augen zu und durch zum Sieg? Das gelang dem SC Freiburg, hier im Kampf Admir Mehmedi (links), am Ende trotz langer Führung doch nicht.

FreiburgDie dramatischen letzten Bundesliga-Sekunden des Jahres endeten mit einem heftigen „Nackenschlag“ für Schlusslicht SC Freiburg. Fassungslos standen einige Spieler auf dem Platz, die Fans waren zunächst entsetzt. Nach einer 2:0-Führung durch Mike Frantz (45. Minute) und Marc-Oliver Kempf (81.) kamen die Breisgauer zum Abschluss der Hinrunde in der Fußball-Bundesliga am Sonntag gegen Hannover 96 nicht über ein 2:2 (1:0) hinaus. „Die zweite Halbzeit haben wir sehr leidenschaftlich gespielt, eine unserer besten in dieser Saison“, resümierte Trainer Christian Streich und stellte mit Blick auf die beiden Treffer zum Schluss ernüchtert fest: „Wieder zwei Eigentore geschossen.“

Nun muss Freiburg doch als Tabellenletzter hinter Vizemeister Borussia Dortmund überwintern. Sekunden fehlten, um sich auf Rang 14 zu verbessern. „Schade, noch mal so einen Nackenschlag zu bekommen“, meinte Freiburgs Kapitän Julian Schuster. Der eingewechselte Leonardo Bittencourt (83.) und Joselu (90.+3) sorgten vor 23 550 Zuschauern für den Ausgleich der Niedersachsen.

Vorausgegangen war dem letzten Treffer der Bundesliga 2014 ein grober Fehler von SC-Torwart Roman Bürki. Dennoch skandierten die Freiburger Fans nach einer erneut zuungunsten ihrer Mannschaft ausgegangenen Schlussphase und dem ersten Schockmoment den Namen des Schlussmanns. Streich meinte mit Blick auf die prekäre Tabellensituation: „Ich bin nicht pessimistisch. Wir haben Anschluss an nicht wenige Mannschaften.“

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Hannover (24) hielt dank der Aufholjagd als Achter zumindest den Kontakt an die internationalen Ränge. „Ich weiß nicht recht, ob ich mich freuen soll oder nicht. Letztlich ja, weil wir das 0:2 wettgemacht haben“, kommentierte Trainer Tayfun Korkut und lobte seine Mannschaft: „Nach dem 0:2 war es wichtig, dass wir nicht wild geworden sind, sondern unseren eigenen Stil durchgespielt haben.“

Besondere Gefahr war von Gegner Freiburg in der ersten Halbzeit nicht ausgegangen. Vladimir Darida (14.) zielte einmal Zentimeter übers Tor, nach einem Schuss an den Ellbogen von Hiroki Sakai durch Jonathan Schmid forderten die Hausherren Elfmeter. Schiedsrichter Günter Perl ließ aber zurecht weiterlaufen.

Vielmehr brachte der SC lange nicht zustande. Im Gegensatz zur Mannschaft von Korkut: Zweimal durch einen Kopfball von Jimmy Briand (24.) und einen Schuss von Joselu (34.) traf Hannover aber nur den Pfosten, weitere gute Gelegenheiten ließ das tonangebende und vom starken Kapitän Lars Stindl angetriebene Team in der ersten Hälfte aus. Das rächte sich: Christian Günter setzte sich im Strafraum auf links durch, passte in die Mitte und dort schob Frantz zum 1:0 ein.

Mit der Führung im Rücken wurden die Freiburger mutiger und besser. Streich ließ seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel weiter vorne attackieren, seine Spieler wirkten aggressiver.

Gleich in der 46. Minute verpasste Felix Klaus das 2:0 - er traf nur den Pfosten. Den Nachschuss von Darida parierte Zieler in höchster Not. In der 60. Minute lenkte der Hannoveraner Keeper den Ball mit den Fingern nach einem wuchtigen Distanzschuss von Admir Mehmedi gegen die Latte. Kempf macht es nach einem Eckball aus kurzer Distanz besser. Doch Bittencourt und Joselu zerstörten den Freiburger Traum vom ersten Sieg seit dem 8. November beim 2:0 gegen den FC Schalke 04.

Von

dpa

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