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08.04.2014

15:34 Uhr

Katastropheneinsatz in Brasilien

Regenfälle bedrohen deutsches WM-Camp

VonAlexander Busch

Hüfthohes Wasser in den Straßen, evakuierte Einwohner und Katastropheneinsatz: Das brasilianische Santo André, wo die deutsche Fußball-Nationalelf wohnen soll, ist überschwemmt. Und die Regenzeit beginnt gerade erst.

„Jogi-Camp“ in Brasilien

So wohnen die DFB-Stars bei der WM 2014

„Jogi-Camp“ in Brasilien: So wohnen die DFB-Stars bei der WM 2014

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Salvador/BahiaAlarmstufe in Santa Cruz Cabrália: Nach sintflutartigen Regenfällen steht die ganze Region im brasilianischen Nordosten unter Wasser. In wenigen Stunden regnete es am Sonntag mit 200 Millimetern Niederschlägen soviel wie sonst in vier Monaten. Hüfthoch steht das Wasser in den Straßen der kleinen Dörfer im Süden des Bundesstaates Bahia. Dort, wo in wenigen Wochen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr Quartier beziehen will.

Vorerst mussten rund 600 Menschen evakuiert werden. 236 Häuser sind derzeit unbewohnbar. Private Organisationen sammeln Lebensmittel, Decken, Mineralwasser und Kleider für die Menschen. Das Stromnetz der Region wurde ausgeschaltet, die Bevölkerung gegen Diphterie und Typhus geimpft.

Alles Routine für die Feuerwehr, Katastrophenschutz und die Erste-Hilfe-Stationen in der Region – Überschwemmungen sind hier üblich. Deswegen schaffen es die Katastrophenmeldungen nur selten in die lokalen Schlagzeilen.

Doch diesmal ist das anders: „Regen bedroht das Trainingszentrum der deutschen Nationalelf“ berichtet „A Tarde“, die führende Tageszeitung Bahias. Denn ausgerechnet in dem von Regenkatstrophen geplagten Gebiet im malerischen Südbahia soll ab Juni die deutsche Nationalmannschaft residieren – so hat es der Deutsche Fußball-Bund (DFB) entschieden.

In einer eigens errichteten Hotelanlage am Meer sollen die Kicker und der Betreuerstab wohnen – und sich im nahe gelegenen Trainingszentrum auf drei Fußballplätzen für die Spiele vorbereiten.

Deutschland

WM-Teilnahmen

17 (1934, 1938, 1954, 1958, 1962, 1966, 1970, 1974, 1978, 1982, 1986, 1990, 1994, 1998, 2002, 2006, 2010)

Größte Erfolge

Weltmeister 1954, 1974, 1990, Vize-Weltmeister 1966, 1982, 1986, 2002, Europameister 1972, 1980, 1996

Trainer

Joachim Löw

Stars

Mesut Özil, Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose, Philipp Lahm

Bilanz gegen Deutschland

0:1 gegen die DDR bei der Weltmeisterschaft 1974

Beim DFB bleibt man trotz der aktuellen Regenfälle gelassen. Man gehe davon aus, das Camp wie geplant am 8. Juni zu beziehen, heißt es aus der Zentrale in Frankfurt. „Bis dahin ist wirklich alles fertig, daran gibt es nicht den geringsten Zweifel“, sagte vor wenigen Tagen auch Christian Hirmer, der Bauherr des deutschen Quartiers „Campo Bahia“, der Süddeutschen Zeitung.

Die Münchner Immobilien- und Modegruppe Hirmer, der das 15.000-Quadratmeter-Gelände gehört, baut die Hotelanlage zusammen mit privaten Investoren. Ob sie vom DFB für die Nutzung bezahlt werden – so richtig klar ist das noch nicht.

Auf alle Fälle versprechen sich die Investoren durch die Publicity einen Aufschwung der Immobilienpreise in der Gegend, die bisher vor allem als Alterswohnsitz wohlhabender Ex-Pats deutscher Konzerne aus São Paulo bekannt ist.

Kommentare (4)

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08.04.2014, 15:40 Uhr

Zitat : Im Juni und Juli ist in Süd-Bahia Regenzeit

- da sind doch die gleichen Dilettanten am Werke, wie sonst auch !

Heisst wohl, neues Quartier suchen........die besten sind wohl aber schon ausgebucht !

Sehr schlimm wird es aber nicht kommen, zumal D in der Vorrunde ä ausscheidet ( bei diesem Trainer...:-) !

Account gelöscht!

08.04.2014, 17:29 Uhr

Hauptsache Hirmer wird seine Hütten los. Geschickt eingefädelt hat er's ja, war auch beim korrupten DFB nicht anders zu erwarten. (UEFA, FIFA, NOK, IOC – alles zeigt mafiöse Strukturen, warum sollte es im DFB anders sein)?

Account gelöscht!

08.04.2014, 17:47 Uhr

die natur lässt sich eben nicht kaufen. sollen sie halt wasserball spielen.

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