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01.06.2017

12:32 Uhr

„Kein zweiter Abramowitsch“

Kühne kündigt weitere Finanzspritze für HSV an

Der Hamburger SV ist chronisch knapp bei Kasse. Dennoch stemmt der Krisenklub einen Transfer nach dem anderen. Das Geld schießt Klaus Michael Kühne bei – auch weiterhin. Es geht ihm aber nunmehr um kleinere Brötchen.

Der Milliardär und Investor hat mit dem Hamburger SV Großes vor – plädiert jedoch zu kleinen Schritten. dpa

Klaus Michael Kühne

Der Milliardär und Investor hat mit dem Hamburger SV Großes vor – plädiert jedoch zu kleinen Schritten.

HamburgInvestor Klaus Michael Kühne ist bereit, den Hamburger SV bei Spielerkäufen weiter finanziell zu unterstützen. „Ich habe Herrn Gisdol und Finanzchef Wettstein mitgeteilt: Jawoll, wenn überzeugende Vorschläge kommen, würde ich noch mal helfen“, sagte Kühne im Interview des „Hamburger Abendblatt“ (Donnerstag). „Gisdol muss jetzt sagen, was er braucht, und Todt muss sich bemühen, fündig zu werden.“ Sein Herz gehöre dem Verein, betonte der Unternehmer, der am Freitag 80 Jahre alt wird.

Kühne, der in der vergangenen Saison mehr als 30 Millionen Euro für Transfers bereitgestellt haben soll, meinte aber auch: „Die Anstrengungen, den Kader zu verstärken, waren selten von Erfolg gekrönt.“ Namhafte Profis seien diesmal nicht zu erwarten. „Welcher ehrgeizige Topspieler will derzeit zum HSV kommen? Die müssen Sie schon mit der Kneifzange holen.“ Das sei „vielleicht auch der falsche Weg. Ich kann ja nicht auch noch die laufenden Gehälter bezahlen, das muss der Verein schon selbst stemmen“, sagte der Milliardär.

Er habe, beteuerte Kühne, nie durchgesetzt, einen bestimmten Spieler zu holen. „Das will ich auch gar nicht. Ich bin doch nicht so vermessen zu glauben, dass ich es besser weiß als die Experten.“ Der Logistik-Unternehmer und HSV-Anteilseigner versicherte: „Nein, ich will kein zweiter Abramowitsch werden.“

Kühne lobte den HSV-Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen, weil er Ruhe in den Verein gebracht habe. Er sei der „Exponent einer Sparpolitik“. Aber er sieht in dem 68-Jährigen „eine Übergangslösung“.

Von

dpa

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