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06.01.2006

13:32 Uhr

„Keine Querschüsse mehr“

Franz Beckenbauer - der perfekte Gastgeber

Franz Beckenbauer erinnert die Deutschen noch einmal daran: Der Gast ist König. Weitere Patzer wie die Kartenverteilung dürfen nicht passieren. Er selbst geht mit gutem Bespiel voran und macht Willkomensbesuche bei den anderen WM-Teilnehmern.

Franz Beckenbauer will sich und Deutschland von der besten Seite präsentieren. Foto: dpa Quelle: dpa

Franz Beckenbauer will sich und Deutschland von der besten Seite präsentieren. Foto: dpa

HB FRANKFURT/MAIN. Zum Auftakt des WM-Jahres hat Franz Beckenbauer die Menschen in Deutschland nachdrücklich dazu aufgerufen, sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft als gute Gastgeber zu präsentieren. Weitere "Querschüsse" wie den Streit mit den Verbraucherschützern über die WM-Tickets könne man sich nicht leisten, sagte Beckenbauer am Freitag in Frankfurt am Main beim Neujahrsempfang des WM-Organisationskomitees (OK), dessen Präsident er ist.

Das Problem mit den WM-Tickets werde die Organisatoren bis zum Endspiel begleiten. "Je länger wir darüber reden - es werden nicht mehr WM-Tickets", sagte Beckenbauer. In den kommenden Monaten müssten sich nun alle voll auf die Vorbereitungen konzentrieren.

Beckenbauer zeigte sich begeistert über die äußerst positive Resonanz, die die Willkommensbesuche der OK Delegation bei den WM-Teilnehmern ausgelöst haben. Beim Besuch der afrikanischen Länder habe er zuletzt erlebt, wie der Fußball auch verfeindete Gruppen an einen Tisch bringe. Bislang hat Beckenbauer 15 der 31 Teilnehmer im Ausland besucht.

DFB-Präsident und OK-Vizepräsident Theo Zwanziger nannte die Welcome-Tour von Beckenbauer und seiner Delegation "die wohl größte diplomatische Aktion in der Geschichte der Bundesrepublik". Die WM sei aber auch eine große Chance für die Menschen in Deutschland und müsse deswegen als ein nationales Ereignis gesehen werden, das alle Bevölkerungsgruppen betreffe.

Thomas Bach, Mitglied im OK-Aufsichtsrat und im Internationalen Olympischen Komitee (IOK), hob hervor, dass Beckenbauer mit seinen Besuchen in den Ländern auch die Menschen auf der Straße erreiche. Für die Menschen in Deutschland sei die WM ein Projekt, hinter dem sich die gesamte Bevölkerung versammele und das Optimismus vermittele.

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