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02.04.2014

23:13 Uhr

Klare Niederlage in Madrid

BVB benötigt ein Fußball-Wunder

Im Dauerregen von Madrid versanken die Hoffnungen von Borussia Dortmund auf den erneuten Einzug ins Halbfinale der Champions League. Der BVB spielte schwach, die Königlichen eiskalt. Im Rückspiel muss ein Wunder her.

Cristiano Ronaldo und Co. jubeln. dpa

Cristiano Ronaldo und Co. jubeln.

MadridDer Sternstunde gegen Real Madrid in der Vorsaison folgte für Borussia Dortmund eine Lehrstunde. Nach einer Fußball-Gala von Cristiano Ronaldo und Co. ist der erneute Einzug ins Halbfinale der Champions League für den BVB in weite Ferne gerückt. Der Bundesliga-Zweite war am Mittwoch beim 0:3 (0:2) im Hinspiel chancenlos und nimmt eine schwere Hypothek mit in das zweite Viertelfinale am kommenden Dienstag in Dortmund. Vor 70 089 Zuschauern im Bernabeu-Stadion machten Gareth Bale (3. Minute), Isco (27.) und Ronaldo (57.) mit seinem 14. Tor im laufenden Wettbewerb die Hoffnungen der Schwarz-Gelben zunichte, die sich vor Jahresfrist zweimal eindrucksvoll gegen die Spanier durchgesetzt hatten.

Während der BVB im Rückspiel wieder auf seinen diesmal gesperrt fehlenden Torjäger Robert Lewandowski zurückgreifen kann, muss Kapitän Sebastian Kehl dann wegen einer Gelbsperre aussetzen.

„Wir haben uns keine Situation geschaffen, um große Kampfansagen zu machen, aber wir werden trotzdem antreten“, sagte Jürgen Klopp im ZDF augenzwinkernd mit Blick auf die Ausgangslage für das Rückspiel. Der BVB-Coach ärgerte sich darüber, dass „wir denen zwei Tore aufgelegt und unsere Chancen nicht genutzt haben“.

„Wir hätten hier mindestens ein Tor machen müssen, Konterchancen hatten wir genug. Wir mussten einfach cleverer spielen“, ärgerte sich Nuri Sahin über leichtfertig vergebene Möglichkeiten. Auch Keeper Roman Weidenfeller war unzufrieden: „Wir sind nicht selbstbewusst genug aufgetreten und haben es Real zu leicht gemacht.“

Im neunten Champions-League-Duell mit den „Königlichen“ seit 1998 stand der ersatzgeschwächte BVB lange Zeit auf verlorenem Posten. Ohne fünf angeschlagene Leistungsträger und Lewandowski, der Real im vergangenen Jahr mit vier Toren im Alleingang ausschaltete, hatte die Elf von Jürgen Klopp den wie aufgedreht kombinierenden Spaniern wenig entgegenzusetzen. Vor allem gegen Ronaldo fanden Mats Hummels, Sokratis und Co kaum ein Mittel. Mit 14 Champions-League-Toren stellte der Weltfußballer in seinem 100. Königsklassen-Spiel die Bestmarke von Lionel Messi aus der Saison 2011/12 ein. Den Borussen fehlte dagegen trotz einer deutlichen Steigerung nach der Pause die Durchschlagskraft im Angriff.

Kommentare (1)

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03.04.2014, 13:16 Uhr

Es fehlt einfach ein selbstbewusster, hungriger Spieführer und dazu ein Stürmer mit Abschlussqualitäten. Der mit dem schwarzen Lockenkamm wo kommt der her? Ballannahme und Ballsicherung gleich null.

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