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23.09.2015

15:27 Uhr

Korruption bei der Fifa

Schweiz will weiteren Funktionär an USA ausliefern

Da waren’s nur noch vier: Mit dem Ex-Präsidenten des venezolanischen Fußballverbands wird der dritte von sieben in Zürich verhafteten Fifa-Funktionären an US-Behörden überstellt. Packt Rafael Esquivel aus?

Mit Carlos Esquivel wird der dritte der sieben in Zürich verhafteten Fifa-Funktionären bald an die US-Justiz ausgeliefert. Imago

Einer von sieben

Mit Carlos Esquivel wird der dritte der sieben in Zürich verhafteten Fifa-Funktionären bald an die US-Justiz ausgeliefert.

ZürichEs geht jetzt zügig voran bei den im Mai in Zürich verhafteten sieben Fifa-Funktionären. Nun soll Rafael Esquivel, ehemaliger Präsident des venezolanischen Fußballverbands, an die USA ausgeliefert werden, teilte das Schweizer Bundesamt für Justiz mit. Er wäre der dritte Verhaftete, der US-Justiz überstellt wird. Als erster hatte der Ex-Fifa-Präsident Jeffrey Webb seiner Auslieferung zugestimmt. Vergangene Woche hatte die Schweiz der Überstellung des uruguayischen Fußballfunktionärs Eugenio Figueredo angekündigt.

Esquivel wird vorgeworfen, beim Verkauf von Marketingrechten für die Copa America der Jahre 2007, 2015, 2016, 2019 und 2023 Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen zu haben, so das Bundesamt für Justiz. Sämtliche Voraussetzungen für die Auslieferung seien erfüllt, hieß es.

Noch ist der Entscheid nicht rechtskräftig; Esquivel hat nun 30 Tage Zeit, ihn beim Bundestrafgericht anzufechten.

Die Fußballfunktionäre dürften vor der US-Justiz auspacken, um eine für sich mildere Strafe zu bekommen. Bei ihrem Besuch in Zürich hatte die US-Justizministerin Loretta Lynch bereits angekündigt, dass es eine „neue Runde“ von Verhaftungen geben würde.

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Freitag soll zudem die Justiz in Trinidad und Tabago entscheiden, ob der langjährige Präsident der Konföderation Amerikas und der Karibik, Jack Warner, an die USA überstellt wird. Er gilt als einer der Schlüsselfiguren in den zahlreichen Korruptionsskandalen.

Ende vergangener Woche hatte sich die Fifa überraschend von ihrem Generalsekretär Jérôme Valcke getrennt. Ihm wird der Versuch vorgeworfen, sich beim Verkauf von WM-Tickets persönlich zu bereichern. Valcke bestreitet dies mit Nachdruck.

Die Causa Valcke sowie die laufenden Ermittlungen der USA und der Schweiz werden Thema beim Treffen des Exekutiv-Komitees der Fifa Ende der Woche sein. Am Freitagnachmittag will dann Fifa-Präsident Sepp Blatter der Presse Rede und Antwort stehen.

Von

ali

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