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27.05.2011

12:16 Uhr

Korruptionsvorwürfe

Fifa ermittelt gegen Sepp Blatter

Schlammschlacht im Vorfeld der Wahl zum Fifa-Präsidenten: Herausforderer Hammam hat dafür gesorgt, dass wegen Bestechungsvorwürfen gegen Sepp Blatter ermittelt wird. Hammam sieht sich den gleichen Vorwürfen gegenüber.

Sepp Blatter will von den Vorwürfen natürlich nichts hören. Quelle: dapd

Sepp Blatter will von den Vorwürfen natürlich nichts hören.

ZürichDer Weltfußballverband FIFA leitet im Zusammenhang mit den Bestechungsvorwürfen um die WM-Vergabe 2022 nun auch eine Untersuchung gegen Präsident Joseph Blatter ein. Wie die FIFA am Freitag mitteilte, hat der Schweizer bis diesen Samstag (11.00 Uhr) Gelegenheit, zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen Stellung zu nehmen. Präsidentschaftskandidat Mohamed bin Hammam aus Katar hatte dem Amtsinhaber vorgeworfen, von angeblichen Zahlungen an FIFA-Mitglieder gewusst, aber nichts dagegen unternommen zu haben. Blatter wurde wie bin Hammam und drei weitere hochrangige Exekutiv-Mitglieder am Sonntag zur Anhörung vor die Ethikkommission der FIFA bestellt. Damit ist der Kampf um das Präsidentenamt im Fußball-Weltverband FIFA endgültig zur Schlammschlacht verkommen.

Hammam wies am Donnerstag in einer Erklärung noch einmal alle gegen ihn im Zusammenhang mit der Vergabe der WM-Endrunde 2022 erhobenen Bestechungsvorwürfe entschieden zurück. Bin Hammam und drei weitere hochrangige FIFA-Funktionäre müssen sich am Sonntag vor der Ethikkommission wegen des Vorwurfs der Bestechung verantworten.

Die Vorwürfe gegen ihn enthielten Aussagen, aus denen hervorgehe, dass Blatter von angeblichen Zahlungen an Mitglieder der Karibischen Fußball-Union gewusst, aber nichts dagegen unternommen habe, teilte bin Hammam am Donnerstagabend in einem Statement mit. Daraufhin beantragte der Katarer, die Untersuchung der Kommission auf den Schweizer Amtsinhaber auszuweiten. Blatter und bin Hammam kandidieren am kommenden Mittwoch um das Präsidentenamt bei der FIFA.

Es sei ein Teil des Planes gewesen, ihn so kurz vor der Präsidentschaftswahl in Misskredit zu bringen und ihn sogar zu einer Aufgabe seiner Kandidatur zu bewegen, hieß es in der Erklärung des Präsidenten des Asiatischen Fußball-Verbandes weiter.

Der Anhörung am Sonntag sieht Bin Hammam gelassen entgegen. „Ich habe keine Angst, alle Fragen zu beantworten, die die Ethikkommission mir stellt. So lange das Komitee ein faires Verfahren garantiert, habe ich nichts zu befürchten“, teilte der Katarer mit, der sich gemeinsam mit FIFA-Vizepräsident Jack Warner aus Trinidad & Tobago sowie Debbie Minguell und Jason Sylvester von der Karibischen Fußball-Union (CFU) verantworten muss.

Das amerikanische Exekutivkomitee-Mitglied Chuck Blazer hatte mit Informationen an FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke über mögliche Verstöße im Wahlkampf des Katarers am Mittwoch den Stein ins Rollen gebracht. Bin Hammam hatte die Vorwürfe auf seiner Homepage als „ein taktisches Manöver von denen, die kein Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben, siegreich aus der Wahl hervorzugehen“ bezeichnet.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

27.05.2011, 12:37 Uhr

Sagen wir mal so, von den Herren hat wohl keiner einen Vorteil ungenutzt verstreichen lassen - und das eigene Hemd ist einem jedem näher als die Fifa.

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