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29.07.2014

16:04 Uhr

Kosten für Polizei-Einsätze

Verfassungsrichter unterstützt Bremen

Die Politik möchte die Deutsche Fußball Liga zur Kasse bitten – die DFL hält das für verfassungswidrig. Nun hat ein Verfassungsrichter dem Bremer Senat den Rücken gestärkt. Der Bürgermeister übt harsche Kritik am DFB.

Polizisten beobachten vor Spielbeginn die Fans am Bremer Stadion. Wer trägt künftig die Kosten für Polizei-Einsätze? dpa

Polizisten beobachten vor Spielbeginn die Fans am Bremer Stadion. Wer trägt künftig die Kosten für Polizei-Einsätze?

Bremen Verfassungsrichter Peter Müller hat dem Bremer Senat im Streit mit DFB und DFL um die Finanzierung von Polizeieinsätzen den Rücken gestärkt. „Sanktion ersetzt nicht Diskussion“, sagte er am Montag zur Verlegung eines Länderspiels als Reaktion auf die Absicht des Senats, bei Risikospielen in der Bundesliga künftig einen finanziellen Beitrag von der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu verlangen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte das EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar von Bremen nach Nürnberg verlegt, nachdem der Senat seinen Beschluss gefasst hatte.

Der frühere saarländische Ministerpräsident nannte die von Bremen angestoßene Diskussion bei einem Empfang der Arbeitnehmerkammer notwendig und berechtigt. „Was könnte der Fußball so schön sein, wenn es den einen oder anderen Funktionär nicht gäbe.“

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Bremen will im Rahmen von Fußballspielen die DFL die Polizei-Einsätze zahlen lassen. Ligapräsident Reinhard Rauball warnt vor uneinheitlichen Regeln in den Bundesländern und fürchtet einen „Flickenteppich“.

Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) hatte zuvor seine Kritik an der aus seiner Sicht maßlosen Reaktion des DFB noch einmal erneuert. Er habe von dem Verband das Wort Boykott noch nie gehört, wenn es um Menschenrechte gehe. „Aber wenn es um Geld geht, dann sind sie dabei, da stimmt doch etwas nicht.“

Von

dpa

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