Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.10.2016

15:53 Uhr

Krise beim VfL

Wolfsburger Fans verdammen „Scheiß-Millionäre“

Der VfL Wolfsburg ist nicht für die Heißblütigkeit seiner Anhänger bekannt. Nach dem achten sieglosen Spiel in Serie machen die Fans jedoch ihrem Unmut Luft. Empfänger der Kritik: Die demnach überbezahlten Spieler.

Die Profis des VfL Wolfsburg bleiben auch im achten Ligaspiel ohne Sieg. dpa

Spiel aus der Hand gegeben

Die Profis des VfL Wolfsburg bleiben auch im achten Ligaspiel ohne Sieg.

WolfsburgNicht der Trainer auf Probe, sondern die Profis sind für die Fans des VfL Wolfsburg schuld an der Krise. „Scheiß-Millionäre“, skandierten die aufgebrachten Anhänger nach dem 1:2 (1:0) des niedersächsischen Fußball-Bundesligisten gegen Bayer Leverkusen. Und sie machten nach dem achten Spiel ohne Sieg ihrem Ärger mit einer in Wolfsburg bisher unbekannten Art Luft.

Mehrere hundert Fans blockierten nach der zweiten Niederlage unter Interimscoach Valérien Ismaël die Ausfahrt der Spieler. Sie riefen hämisch. „Und ihr wollt in die Champions-League?“ Und sie stellten die Profis zur Rede. Erst nach einer Ansprache von Kapitän Diego Benaglio und einer mehr als zehnminütigen Diskussion konnten die Spieler nach Hause fahren.

Kein „System Allofs“: Wolfsburg-Manager wehrt sich

Kein „System Allofs“

Wolfsburg-Manager wehrt sich

Klaus Allofs wehrt sich gegen Vorwürfe, er pflege eine besondere geschäftliche Nähe zu einigen Spielerberatern. Der Manager des VfL Wolfsburg wird nach dem schlechten Saisonstart zunehmend kritisiert.

Später fuhr auch Ismaël heim, dessen Zeit als Cheftrainer des VfL bald ablaufen dürfte. Während der in Wolfsburg noch gesperrte Bayer-Coach Roger Schmidt durchatmen darf, steht Ismaëls Karriere als Trainer der Profis vor dem schnellen Ende. Es ist nicht einmal sicher, dass er am kommenden Samstag in Freiburg erneut auf der Bank sitzt. Auch wenn er selber davon überzeugt ist.

Der Interimscoach zeigte sich trotz der ernüchternden Niederlage optimistisch und antwortete auf die Frage, ob er auch beim nächsten Spiel Trainer sei: „Ja!“ Ohne Details zu nennen, sagte Ismaël: „Es gibt eine klare Absprache mit Klaus Allofs.“

Bei Allofs hörte sich das nicht so eindeutig an, nachdem die Leverkusener durch Admir Mehmedi (79.) und Tin Jedvaj (83.) die Führung von Maximilian Arnold (37.) gedreht hatten. „Das denke ich schon“, sagte Allofs zur Frage, ob Ismaël in Freiburg noch Trainer der VfL-Profis ist. Und schob nach: „Stand heute - die Wahrscheinlichkeit ist hoch.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×