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13.04.2016

13:56 Uhr

Legendäre Fußballer

„Dieser Streich ist ein Phänomen“

Er war der erfolgreichste Torschütze und am häufigsten eingesetzte Spieler der DDR-Nationalmannschaft: Joachim Streich. Am 13. April wird er 65 Jahre alt. Eine große Feier ist nicht geplant.

Der DDR-Rekordnationalspieler und -Rekordtorschütze wird 65. dpa

Joachim Streich

Der DDR-Rekordnationalspieler und -Rekordtorschütze wird 65.

MöckernMit 55 Länderspieltoren und 229 Treffern in der DDR-Oberliga fielen ihm große Sprüche nicht schwer. „Ich habe im Fernsehen einmal gesagt, dass ich der beste Stürmer bin“, erinnert sich Joachim Streich in seinem schmucken Einfamilienhaus in Möckern in Sachsen-Anhalt an einmalige Rekorde zu DDR-Zeiten. Alle, die er mit einem solchen Spruch gegen sich aufgebracht hatte, stellte der Ex-Stürmer schnell wieder ruhig. „In den - ich glaube - sechs folgenden Länderspielen habe ich sieben Tore gemacht.“ Am Mittwoch feiert er seinen 65. Geburtstag.

Streichs Leistungen auf dem Fußballplatz wurden auch über die Grenzen der DDR hinaus registriert. Nicht umsonst wurde er als der „Gerd Müller des Ostens“ bezeichnet. Die britische Fachzeitschrift „World Soccer“ schwärmte: „Dieser Streich ist ein Phänomen. Seit mehr als einem dutzend Jahren behauptet er sich gegen härteste Konkurrenz, schießt trotz Sonderbewachung seine Tore, ist weiter erfolgreich, obwohl das Spiel immer schneller, die Räume stetig enger wurden.“

Wobei die Schnelligkeit nicht unbedingt zu Streichs Qualitäten gehörte. „Ich hatte immer das Manko, dass ich lauffaul war“, sagt er. Allerdings sollte er ja auch Stürmer, und nicht Dauerläufer sein, fügt er verschmitzt hinzu. Das brachte ihm nach einem Spiel gegen Bulgarien scharfe Kritik ein. Klaus Schlegel, Chefredakteur der DDR-„Fußballwoche“, schrieb: „Sein Aufwärmen war schon eine Frechheit.“ Darüber kann er heute nur noch lachen.

Die internationalen Einsätze - nicht nur mit der Nationalmannschaft - bedeuteten für Streich eine gewisse Reisefreiheit. Spielte er jemals mit dem Gedanken, nicht in die DDR zurückzukehren? „Als ich 1969 mit dem FC Hansa Rostock im Messecup in Athen war, habe ich mit zwei Mannschaftskameraden darüber nachgedacht, ob wir in die deutsche Botschaft gehen sollen“, berichtet Streich. „Wir haben uns dagegen entschieden und spätestens 1970, als ich meine Frau kennengelernt hatte, waren solche Überlegungen Geschichte.“

Als er dann doch in den Westen ging, war die DDR bereits im Zustand der Auflösung. Streich war 1990 der erste Trainer aus der DDR-Oberliga, der offiziell ein Profiteam in der Bundesrepublik übernahm. Der Wechsel vom 1. FC Magdeburg, den er fünf Jahre lang trainiert hatte, zu Eintracht Braunschweig war eine Art Kulturschock. „Zweimal Training am Tag, das konnten die Spieler nicht ab“, erinnerte sich Streich. Die Spieler der DDR-Oberliga waren seiner Auffassung nach denen der 2. Bundesliga vom Leistungsvermögen weit überlegen.

Von Albatros bis Tee - ein kleines Golf-ABC

Albatros

Locht ein Golfer den Ball mit drei Schlägen weniger ein, als die Bahn vorgibt (Par), hat er einen Albatros geschlagen.

Ass

Beim Ass, auch Hole-in-One genannt, fliegt der Ball direkt vom Abschlag ins Loch.

Birdie

Beim Birdie landet der Ball mit einem Schlag unter Platzstandard (Par) im Loch.

Bogey

Bei einem Bogey braucht der Golfer einen Schlag über Par - beim Doppel-Bogey sind es zwei, beim Triple drei.

Bunker

Bunker sind Senken oder Löcher auf dem Platz, die mit Sand gefüllt sind. Landet der Ball darin, ist er nur schwer wieder hinauszuschlagen.

Caddy

Der Caddy ist der Assistent des Golfers, vor allem bei Profiturnieren. Er trägt die Tasche mit den Schlägern und Utensilien und berät den Golfer.

Cut

In Profiturnieren spielen Golfer mehrere Runden. Meist wird nach zwei der Cut angesetzt: Nur, wer unter einer bestimmten Schlagzahl geblieben ist, spielt auch in den folgenden Runden noch mit.

Driver

Der Driver ist ein Golfschläger für die weitesten Schläge, den ein Spieler bei langen Abschlägen nutzt.

Eagle

Der Golfer braucht zwei Schläge unter Par.

Fairway

Das Fairway ist der Teil der Spielbahn zwischen Abschlag und Grün. Das Gras ist hier kurz geschnitten.

Green

Das Grün ist die sehr kurz gemähte Rasenfläche um das Loch herum. Hier wird der Ball nur noch mit dem Putter gespielt.

Greenfee

Golfplätze verlangen von Spielern eines anderen Clubs meist eine Gebühr, damit sie auf dem Platz golfen dürfen. Clubmitglieder müssen in der Regel nichts zahlen.

Out-of-Bounds

Landet ein Ball im Aus, also außerhalb des Golfplatzes, ist er out-of-bounds. Der Spieler muss vom ursprünglichen Punkt aus neu schlagen und bekommt einen zusätzlichen Strafschlag.

Par

Par ist der berechnete und vorgegebene Platzstandard. Er kann sich auf einen gesamten 18-Loch-Kurs (zum Beispiel Par 72) oder auf eine einzelne Spielbahn beziehen (Par 3, 4 oder 5). Diese Werte stehen für die Anzahl an Schlägen, die ein sehr guter Spieler durchschnittlich benötigt.

Platzreife

Auf den meisten Golfplätzen dürfen Anfänger nur spielen, wenn sie die sogenannte Platzreife erlangt haben. Die erwirbt man etwa in einem Kurs, der neben dem Schwung auch Regeln und Etikette lehrt.

Putt

Der Putt ist ein Schlag mit einem speziellen Schläger (dem Putter), mit dem der Ball auf dem Grün eingelocht wird - rollend, nicht fliegend.

Rough

Das Rough (das „Raue“) sind die weniger gepflegten Flächen auf dem Platz, auf denen lange Gräser, aber auch Bäume oder Büsche stehen können. Schläge aus dem Rough sind schwierig, teils sogar unmöglich.

Tee

Beim Abschlag legen Golfer den Ball auf einen kleinen Holz- oder Plastikstift, der im Boden steckt und damit einen besseren Ballkontakt mit dem Schläger ermöglicht. Im Englischen bezeichnet Tee auch die komplette Abschlagsfläche.

Mit großem Interesse verfolgt Streich den ostdeutschen Fußball. „Die 3. Liga lebt vom Osten“, ist für ihn klar. Mit Dresdnern habe er immer gern in der Nationalelf gekickt, die Mannschaft des 1. FC Magdeburg sei über sich hinausgewachsen, vieles sei dabei Trainer Jens Härtel zu verdanken - den hatte er einst beim FSV Zwickau selbst trainiert. Auch die Ambitionen von RasenBallsport Leipzig, in der 1. Bundesliga mitzumischen, sieht Streich positiv. „Die Zuschauerzahlen bei RB zeigen: Leipzig will Fußball sehen.“

Selbst zieht er die Fußballschuhe nur noch selten an. „Mein Hauptaugenmerk liegt auf Golf.“ Sein derzeitiges Handicap ist 34, das will er in diesem Jahr verbessern. Aber das eine oder andere Mal wird er auch mit den „Alten“ vom 1. FC Magdeburg spielen, zumindest ein paar Minuten. „Als Rentner habe ich jetzt ja Zeit.“

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dpa

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