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17.05.2015

21:37 Uhr

Madrid schaut in die Röhre

Messi schießt Barcelona zum Titel

Der FC Barcelona ist weiter auf dem Weg zum Triple. Die Meisterschaft haben die Katalanen am Sonntag ohne Schützenhilfe perfekt gemacht. Die Königlichen aus Madrid verpassen damit den nächsten Titel binnen einer Woche.

Der Superstar aus Argentinien erzielte den Treffer zum entscheidenden 1:0-Sieg von Barça beim entthronten Campéone Atlético Madrid. Reuters

Lionel Messi

Der Superstar aus Argentinien erzielte den Treffer zum entscheidenden 1:0-Sieg von Barça beim entthronten Campéone Atlético Madrid.

Madrid/BarcelonaSie hüpften, tanzten und sangen: Der FC Barcelona hat auf dem Weg zum Triple den ersten Titel gefeiert. Lionel Messi schoss die Katalanen am Sonntagabend zum 23. Gewinn der spanischen Fußballmeisterschaft. Der Superstar aus Argentinien erzielte den Treffer zum entscheidenden 1:0-Sieg von Barça beim entthronten Campéone Atlético Madrid. „Heute hat Lionel Messi wieder gezeigt, dass er der Beste ist“, sagte Atlético-Profi Gabi Fernández voller Anerkennung. Die Sportzeitung „Marca“ titelte auf ihrer Homepage: „La Liga de Messi“.

Im Fernduell mit dem Erzrivalen Real Madrid am vorletzten Spieltag der Primera Division war dessen 4:1-Sieg bei Espanyol Barcelona ohne Bedeutung. Mit vier Punkten Rückstand kann Real mit Weltmeister Toni Kroos und Starakteur Cristiano Ronaldo Barcelona nicht mehr abfangen.

Zehn Dinge, die Sie noch nicht über Messi wussten

Medizinische Behandlung

Messi litt in seiner Jugend an einer Wachstumsstörung (Somatotropinmangel), sodass er mit 13 Jahren kaum 1,40 m groß war. Nachdem er wegen seiner geringen Körpergröße und den für lokale Verhältnisse hohen Behandlungskosten in bekannten argentinischen Mannschaften nicht aufgenommen worden war, wandten sich seine Eltern an den FC Barcelona. Der stellte ihn unter Vertrag und bezahlte die Ärzte.

Das Schweigen

Lionel Messi soll sehr schweigsam sein. Nicht nur auf dem Fußballplatz als auch in Interviews und TV-Auftritten bekommt er kaum die Zähne auseinander. Dass er in seiner Jugend sehr oft von seiner Familie getrennt war und die meiste Zeit auf dem Fußballplatz verbrachte, werten einige Beobachter als Grund für sein Schweigen.

Die Serviette

Den ersten Vertrag mit dem FC Barcelona unterschrieb Lionel Messis Vater in einem Restaurant in Barcelona auf einer Papierserviette.

Heimatstadt Rosario

Den schweigsamen Fußballer von Weltformat treibt es immer wieder zurück in seine argentinische Heimatstadt Rosario. Trotz seiner wegen des Fußballs ständig wechselnden Aufenthaltsorte ist er seiner Heimat treu geblieben. Seinen Jugendfreunden soll er täglich Textnachrichten schicken.

Ungesundes Essen

Lionel Messi soll so ungesund gelebt haben, dass sein früherer Coach Pep Guardiola beim FC Barcelona alle Softdrink-Automaten verbannte. Dennoch kann man dem Schleckermäulchen keine Gewichtsprobleme vorwerfen.

Versteckte Tattoos

Tattoos sind im Profifußball nichts Ungewöhnliches, bei Messi aber schon. Das brave Fußball-Ausnahmetalent scheint wie der Gegenentwurf zum voll tätowierten Kicker. Dabei hat er selbst zwei Tattoos, eins an der linken Wade und eins auf der linken Schulter.

Die „Hand Gottes“ Part II

Diego Armando Maradona und Lionel Messi ähneln sich nicht nur, weil sie beide Weltfußballer wurden und den Standard ihrer Zeit immer in Frage stellten. Messi eiferte seinem Idol sogar so stark nach, dass er prompt denn zweiten Teil der „Hand Gottes“ lieferte. Auch er kam nicht nur ungestraft davon, sondern sorgte damit für ein Tor.

Soziales Engagement

Im Jahr 2007 gründete Messi die Leo Messi Fundation, eine Organisation zur Förderung des Zugangs zu Bildung und Gesundheitsversorgung für schutzbedürftige Kinder.Im März 2010 wurde Messi als Botschafter für die UNICEF ernannt. Im März 2013 spendete er einem Kinderkrankenhaus in seiner Heimatstadt Rosario 600.000 Euro.

Katalanisch

Wenn er betrunken ist, soll er katalanisch sprechen: Lionel Messi wohnt seit 15 Jahren in Barcelona, die katalanische Sprache ist ihm anscheinend schon in Fleisch und Blut übergegangen.

Che Guevara

Lionel Messi muss sich neben Diego Armando Maradona in Argentinien nur einem Mann geschlagen geben: Che Guevara, mit dem er den Geburtstag teilt.

Die Königlichen verpassten damit nach dem K.o. in der Champions League endgültig auch den nächsten Titel binnen einer Woche. Bayerns Champions-League-Bezwinger FC Barcelona greift indes nach dem Triple: Am 30. Mai können die Katalanen den Pokal holen, am 6. Juni treten sie in Berlin gegen Juventus Turin zum Finale der europäischen Meisterklasse an. Ihr nationales Meisterstück feierten Messi & Co lautstark und minutenlang noch auf dem Platz in Madrid. „Wir sind sehr zufrieden“, betonte Präsident Josep Maria Bartomeu, „das erste Ziel ist erreicht“.

Die Voraussetzungen auf den Plätzen in Madrid und Barcelona waren klar: Mit einem Sieg würde der FC Barcelona Meister, egal was Real macht. Barça-Coach Luis Enrique bot nicht sein Wundertrio auf - Uruguays Torjäger Luis Suárez fehlte in der Startformation gegen Atlético, dafür rückte Pedro mit den Angriff. Im Tor bekam - wie eigentlich immer - Claudio Bravo anstelle von Champions-League-Goalie Marc-André ter Stegen den Vorzug.

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