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10.05.2014

09:30 Uhr

Mäzen Klaus-Michael Kühne

„Ich stehe zum HSV – auch in der 2. Liga“

VonFranz Hubik

ExklusivKlaus-Michael Kühne, Logistik-Milliardär und HSV-Gönner, rechnet fest mit dem Abstieg des Clubs aus der ersten Spielklasse. Ungelegen käme das dem Mäzen nicht: Die Vereinsführung wäre Geschichte – und er der starke Mann.

Erneuter Retter in der Not? Nur dank der Millionen von Klaus-Michael Kühne konnte Rafael van der Vaart 2012 in die Hansestadt zurücktransferiert werden. dpa

Erneuter Retter in der Not? Nur dank der Millionen von Klaus-Michael Kühne konnte Rafael van der Vaart 2012 in die Hansestadt zurücktransferiert werden.

Schindellegi (Schweiz)Zurückhaltung zählt nicht zu den vordringlichsten Charaktereigenschaften von Klaus-Michael Kühne. Der Mehrheitseigner des internationalen Logistikdienstleisters Kühne + Nagel liebt klare Ansagen. Punktgenau vor dem Showdown im Fußball-Abstiegskampf holt der Milliardär im Gespräch mit Handelsblatt Online zum Rundumschlag gegen den HSV aus, seinen Herzensverein.

„Eine Mannschaft in dieser Verfassung, und vor allem mit dieser Führung, steht zwangsläufig vor dem Abgrund“, sagt Kühne. Natürlich wünsche er sich, dass der HSV den Abstieg noch verhindern kann, aber um das Unheil abzuwenden, müsse schon „sehr viel sehr gut laufen“.

Denn selbst wenn sich der HSV am letzten Spieltag an diesem Samstag gegen Mainz 05 (Anstoß 15:30 Uhr) in die Relegation retten sollte, wartet dort mit Greuther Fürth oder Paderborn ein hochmotivierter Gegner. „Da stößt dann eine frische und ehrgeizige Mannschaft auf HSV-Profis, die alle nicht zusammenpassen und teilweise sogar satt sind“, sagt Kühne. Der Hamburger Elf fehle schlicht der Teamgeist. „Ich bin deswegen sehr skeptisch, ob sie es schaffen, drinnen zu bleiben“, erläutert Kühne.

Er selbst habe sich schon lange mit dem Gedanken angefreundet, dass der HSV in der zweiten Liga landet. Und das „hätte auch Vorteile“, wie der 77-Jährige unumwunden zugibt: „Man könnte den Verein dann von unten wieder aufbauen.„ Eine Regeneration nach einem steilen Fall sei manchmal gar nicht so schlecht, meint der Workaholic. Aber was so harmlos klingt, käme einem Totalumbau des Clubs gleich.

Viel spannender als den Erfolg oder Misserfolg im Abstiegskampf findet Kühne nämlich, was am 25. Mai passieren wird. Da stimmen die Mitglieder des HSV über die Initiative „HSVplus“ ab. Die Kernfrage ist dabei, ob die Fußballprofis aus dem Traditionsverein ausgegliedert werden sollen, um sich für Finanzinvestoren zu öffnen.

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