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08.02.2006

15:51 Uhr

Magath hilft Klinsmann

Kahn glänzt und warnt

Oliver Kahn hat im Konkurrenzkampf mit Jens Lehmann ein erstes Ausrufe-Zeichen im Weltmeisterschafts-Jahr gesetzt. Mit einer starken Leistung verhinderte Kahn im WM-Endspielstadion eine Niederlage des FC Bayern gegen Hertha BSC.

„Klasse-Kahn“ dpa

Oliver Kahn bot in Berlin eine äußerst konzentrierte Vorstellung.

dpa BERLIN. Zugleich warnte der Torhüter seine Kollegen vor weiteren Nachlässigkeiten. „Dafür arbeite ich ja hart und konzentriert, dass ich ab und zu mal einen schweren Ball halte“, erklärte der Nationalkeeper nach dem 0:0 der Bayern in Berlin, das aus Münchner Sicht durchaus die Bezeichnung „glücklich“ verdient. Die zuletzt arg kritisierte Hertha setzte mit mutigem Spiel den souveränen Bundesliga-Spitzenreiter kräftig unter Druck, machte aus einer Vielzahl von Chancen aber kein Tor. „Da stand immer wieder Oli Kahn im Weg“, erklärte Hertha-Coach Falko Götz.

Bayern-Manager Uli Hoeneß bescheinigte seinem Torwart vier Monate vor dem WM-Start „Weltklasse“. Trainer Felix Magath war froh, „dass Oliver Kahn einen guten Tag hatte“. Vor allem die Innenverteidigung der Bayern mit Lucio und Valerien Ismael wackelte vor 72 940 Fans im nicht ganz ausverkauften Olympiastadion, wo am 9. Juli das WM-Finale steigt, ungewöhnlich heftig. Magath hob jedoch den positiven Effekt hervor: „Da konnte sich Oliver endlich mal auszeichnen, solche Spiele braucht er natürlich. Ich denke, er wird zufrieden sein.“

Kahn, der sich seit dem Trainingslager im Januar in Dubai mit einer Handverletzung plagt, beschäftige sich jedoch weniger mit seiner klasse Leistung, sondern viel mehr mit den ersten verlorenen Punkten seit zwei Monaten. „Schon seit Beginn der Rückrunde haben wir mit Ausnahme der Partie in Gladbach zu viele Chancen zugelassen“, monierte der 36-Jährige und schloss an: „So werden wir auch mal verlieren.“ Die Erklärung dafür sei sehr einfach: „Wenn man in der Tabelle so viele Punkte Vorsprung hat, geht man ein bisschen nachlässig damit um. Auch wenn es nur fünf Prozent sind, die fehlen.“ Dem stimmt auch Hoeneß zu: „Ein zu großer Vorsprung ist nicht besonders gut, da fehlt der Mannschaft etwas die Spannung.“

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