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04.11.2014

10:37 Uhr

Manchester oder Bayern?

Das nächste Millionengerücht um Marco Reus

VonStefan Kreitewolf

Die Bayern bekommen internationale Konkurrenz im Kampf um Marco Reus. Das Wettbieten ähnelt dem Treiben auf einem Viehmarkt. Aus England kommt nun angeblich ein Mega-Mega-Angebot für den begehrten Stürmer.

Will nichts mehr sehen: Dortmunds Marco Reus hält sich die Augen zu. dpa

Will nichts mehr sehen: Dortmunds Marco Reus hält sich die Augen zu.

DüsseldorfDie Diskussionen um Marco Reus drehten sich in den vergangenen Wochen nur um eine Frage: Geht er zum FC Bayern oder bleibt er bei Borussia Dortmund? Allerdings ist dies nicht die einzige Möglichkeit. Der deutsche Nationalspieler weckt anscheinend nun auch Begehrlichkeiten in der Premier League.

Der englische Meister Manchester City hat offenbar Interesse an dem Angreifer angemeldet. Angaben der „Bild“ zufolge wird der Scheichklub in den kommenden Tagen ein konkretes Angebot vorlegen. Der geborene Dortmunder könnte auf der Insel demnach etwa 13 Millionen Euro jährlich verdienen.

Diese Summe ist die bisher höchste, die in der Presse genannt wird. Und sie wird - wie so oft - mit dem Wort "angeblich" geschmückt. Der Grund: Keiner weiß in diesem Stadium des Reus-Pokers, was nur einfach lanciert ist und was echt sein könnte.

Das Millionenspiel um Marco Reus

Gerüchte

Monatelang jagte ein Gerücht das nächste. Geht Marco Reus zu den Bayern, Manchester City, Real Madrid oder Barcelona? Oder bleibt er in Dortmund? Und zu welchen Bedingungen? Es ging um viele Millionen.

Stand: Februar 2015

Marktwert

Der Marktwert von Marco Reus beträgt derzeit rund 50 Millionen Euro. Damit ist er neben Thomas Müller und Mario Götze einer der wertvollsten deutschen Spieler. In Europa zählt er zu den Top20 der Hotspots.

Ausstiegsklausel

Marco Reus hatte eine Ausstiegsklausel in seinem alten BVB-Vertrag. Diese hätte es ihm erlaubt, für 25 Millionen Euro am Ende der Saison 2014/15 zu wechseln. Damit wäre er für jeden neuen Verein ein Schnäppchen gewesen – gemessen am Marktwert.

Gehaltsangebot

Borussia Dortmund kaufte ihm im Februar 2015 die Ausstiegsklausel ab und konnte Marco Reus damit bis 2019 fest an den Verein binden. Darauf ist Reus nach langem Überlegen eingegangen.

Gehaltspoker

Der BVB köderte nach Informationen von „Bild“ seinen Spieler angeblich mit einem Mega-Gehalt von 12 Millionen Euro. Im „Focus“ war von zehn Millionen Euro pro Jahr die Rede. Und Manchester City soll angeblich sogar 13 Millionen Euro pro Jahr geboten haben, berichtete „Bild“. Laut sid soll Reus nun rund acht Millionen Euro pro Jahr verdienen.

Sprengsatz

Reus ist nun wohl zum absoluten Spitzenverdiener beim BVB aufgestiegen. Gleichzeitig sprengt sein Gehalt womöglich jedoch das aktuelle Gefüge. So viel - wie in der Presse vermutet - konnte ein Fußballspieler in Deutschland bisher nur bei Bayern München verdienen.

Gehaltssprung

Bisher verdiente Reus mit Hinweis auf das Jahr 2013 angeblich rund vier Millionen Euro pro Jahr beim BVB. Schon damit war er einer der Spitzenverdiener im Kader. Der BVB nannte keine Zahlen, sondern gab nur den Hinweis: Anderswo hätte Reus ein Gehalt bekommen können, das in Richtung des Doppelten gegangen wäre.

Und die Bayern?

Klar ist, dass sie über Reus nachdachten. Doch dann zogen sie sich auch frühzeitig öffentlich zurück.

Gewaltiger Bayern-Etat

Die Ausgaben für Spieler steigen bei den Bayern gewaltig. Waren es 2012/13 noch 125 Millionen und 2013/14 bereits 140 Millionen, so sollen es aktuell laut „Bild“ schon 160 Millionen Euro sein.

Topverdiener in München

Die Top-Verdiener in München sind laut „Bild“: Franck Ribéry, Philipp Lahm, Mario Götze. Alle sollen jeweils 12 Millionen Euro pro Jahr erhalten.

Mickriger BVB-Etat

Die Dortmunder wirken dagegen bisher wie ein Waisenknabe. In der Bundesliga liegt der BVB mit einem Lizenzspieleretat von 73 Millionen Euro in dieser Saison sogar nur auf Platz 4 in der Bild-Rangliste. Also nicht einmal die Hälfte des Bayern-Etats.

Der BVB hatte zuvor bis zu zwölf Millionen Euro Jahresgehalt angeboten. Auch dies sind Informationen, die zwar veröffentlicht worden sind, aber für die es keine Quelle gibt. Es ist das, was den Medien unter der Hand vertraulich genannt wird. Von wem auch immer. Bislang soll Reus in Dortmund rund vier Millionen erhalten.

Ohne Frage bedeuten die neuen Zahlen: Auf diese Weise könnten die Engländer dem FC Bayern im Poker um Reus ernsthafte Konkurrenz machen. Denn die Frage ist: Wollen die Bayern 13 Millionen zahlen? Derzeit gelten dort als Topverdiener Philipp Lahm, Franck Ribery und Mario Götze mit jeweils rund zwölf Millionen Euro pro Jahr.

Die Frage für die Bayern wäre daher: Darf Reus in der Hackordnung des FC Bayern mehr wert sein als die etablierten Leistungsträger? Der Trumpf des Spielers ist dabei: Reus' Vertrag in Dortmund bietet eine Ausstiegsklausel, die angeblich bei 25 Millionen Euro liegen soll. Das ist wenig für die Königsklasse des internationalen Fußballs, insbesondere weil der Marktwert von Reus auf 50 Millionen Euro geschätzt wird. Hätte er also nicht diese Klausel in seinem Vertrag, müsste ein Interessent wohl deutlich mehr bezahlen.

Kommentare (2)

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Herr Tom Schmidt

04.11.2014, 11:11 Uhr

Ach neee??? Wie jetzt?

Dabei hat sich der Mob (inklusive Watzke) soo gefreut, dass er auf Rummenigge schipmpfen kann und die bösen Bayern haben Dortmund zerstört...

Was für ein Unsinn! Na klar ist ein deutscher Nationalspieler auf dem europäischen Markt! Natürlich versucht sein Berater ihm einen langfristigen gut dotierten Vertrag zu besorgen! Der wird sogar dafür bezahlt!!! Wer hätte das gedacht!

Herr Thomas Ungläubig

04.11.2014, 11:58 Uhr

Wenn's in der »BLÖD« steht…

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