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11.02.2015

12:56 Uhr

Mario Balotelli trifft für Liverpool

Die Wiedergeburt des Deutschland-Schrecks

Der Muckiposen-Jubel machte ihn bekannt. Doch zuletzt war Mario Balotelli von der Bildfläche verschwunden. Jetzt traf der italienische Sturmtank wieder für Liverpool. Mit allen Fans feiern wollte Balotelli aber nicht.

Ein Bild, dass sich in das kollektive Gedächtnis Fußball-Deutschlands gebrannt hat. dpa

Balotellis Jubler 2012

Ein Bild, dass sich in das kollektive Gedächtnis Fußball-Deutschlands gebrannt hat.

Düsseldorf/LiverpoolVon Mario Balotelli kennen die meisten Deutsche nur dessen gestählten Oberkörper. Im Alleingang hatte der hünenhafte Italiener im Halbfinale der EM 2012 Deutschland aus dem Turnier geschossen. Zwei Tore, Trikot aus: Ein Bild, das sich in das kollektive Gedächtnis Fußball-Deutschlands brannte.

Europameister wurde Italien in dem Jahr nicht, Spanien gewann das Endspiel. Und auch Mario Balotelli gelang danach nicht mehr viel. Bei seinem Verein Manchester City war er längst in Ungnade gefallen, als er sich auch noch mit Trainer Roberto Mancini rangelte. Im Januar 2013 folgte die Flucht in die Heimat. Der Sohn ghanaischer Immigranten wechselte zum AC Mailand. Er erzielte wieder Tore, Titel gab es jedoch nicht.

Nach nur anderthalb Jahren wagte sich Balotelli erneut auf die Insel und ging im August zum FC Liverpool. Es folgte die wohl bisher erfolgloseste Zeit seiner Profikarriere. Schlechte Leistungen, kaum Einsätze, null Tore in zwölf Premiere-League-Spielen. Mario Torlos machte nur noch mit Geldstrafen Schlagzeilen, die der Ferrari-Liebhaber einmal für zu schnelles Fahren erhalten hatte – bis zum Dienstagabend.

Denn da traf er wieder, der hochtalentierte und doch oft disziplinlose Mittelstürmer. Das Siegtor gegen die Tottenham Hotspurs war sein erstes Tor nach über einem halben Jahr in der Premier League.

Auf eine große Jubelgeste verzichtete Balotelli aber. Fast regungslos ertrug der exzentrische Italiener die Umarmungen und Knuddeleien seiner Teamkollegen. „Mario Balotelli ist der Held der Reds“, schrieb die „Daily Mail“. „Es könnte eines der wichtigsten Tore in dieser Saison für Liverpool werden“, meinte der „Telegraph“.

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