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24.08.2015

07:42 Uhr

Marken-Ranking Bundesliga 2015

Wie die Deutschen die 36 Profi-Klubs sehen

VonThomas Schmitt

Fast jeder kennt den FC Bayern München. Doch längst nicht jeder mag den Rekordmeister. Die Klubs der Herzen kommen aus dem Norden der Republik oder schaffen mit wenig Geld sehr viel. Das Marken-Ranking im Profi-Fußball.

Borussia Dortmund und seine Fans: Der Verein verfügt nach Ansicht von Forschern aus Braunschweig in der Bundesliga über die beste Marke. dpa

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund und seine Fans: Der Verein verfügt nach Ansicht von Forschern aus Braunschweig in der Bundesliga über die beste Marke.

DüsseldorfDer FC Bayern München sammelt einen Titel nach dem anderen. Sportlich ist auch in dieser Bundesliga-Saison kein wirklicher Konkurrent für den deutschen Fußball-Rekordmeister in Sicht. Die Erfolge bedeuten allerdings nicht, dass die Münchener auch über die beste Marke im Profi-Fußball verfügen. Denn nach Ansicht der Experten von der Technischen Universität Braunschweig zählen dafür nicht nur Bekanntheit und Titel, sondern auch Sympathie. Wenn einem Klub also sehr starke negative Gefühle entgegengebracht werden, beeinträchtigt dies nach Ansicht der Braunschweiger Forscher auch die Strahlkraft der Marke.

Auf einer Welle der Sympathie schwimmt nach wie vor Borussia Dortmund. Der BVB lag in der vergangenen Saison zeitweise am Tabellenende und schaffte es nach einer fulminanten Aufholjagd so gerade auf den siebten Platz. Das bietet zwar die Chance auf den Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Doch die wesentlich attraktivere Champions League verpasste der Verein sehr deutlich.

Ranking 2015: Welche Fußballmarken am stärksten strahlen

Umfrage

Der Markenindex 2015 der Technischen Universität Braunschweig. Grundlage dafür ist eine repräsentative Umfrage unter 4031 Einwohnern in Deutschland.

Markenmeister

1 Borussia Dortmund  65,44

Champions League

2 Bor. Mönchengladbach  58,21
3 FC Bayern München  58,04
4 FC St. Pauli  53,1

Europa League

5 1. FC Köln  52,67
6 SV Werder Bremen  52,45
7 FC Schalke 04  52,24

Mittelfeld

8 FC Augsburg  49,14
9 1. FSV Mainz 05  49,08
10 SC Freiburg  48,88
11 1. FC Nürnberg  48,78
12 VfL Wolfsburg  48,7
13 Bayer 04 Leverkusen  48,65
14 Eintracht Frankfurt  46,98
15 1. FC Kaiserslautern  46,72

Bundesliga-Absteiger

16 Hamburger SV  45,31
17 Fortuna Düsseldorf  45,22
18 Eintracht Braunschweig  44,84

Zweitliga-Meister

19 Hannover 96  43,92

Zweitliga-Aufsteiger

20 VfB Stuttgart  43,46
21 Hertha BSC  43,22

Zweitliga-Mittelfeld

22 VfL Bochum  42,97
23 Karlsruher SC  42,67
24 1899 Hoffenheim  41,54
25 Arminia Bielefeld  40,19
26 TSV 1860 München  39,65
27 1. FC Union Berlin  39,29
28 MSV Duisburg  38,61
29 SC Paderborn 07  36,75
30 SV Darmstadt 98  35,62
31 FC Ingolstadt 04  34,62
32 SpVgg Greuther Fürth  33,74
33 FSV Frankfurt  31,59

Zweitliga-Absteiger

34 SV Sandhausen  24
35 1. FC Heidenheim  23,94
36 RasenBallsport Leipzig  20,23

Dennoch hat die Marke „BVB“ nur wenig an Strahlkraft verloren. Unangefochten ging die Borussia aus Dortmund deshalb als Sieger aus einer repräsentativen Umfrage unter 4031 Befragten in Deutschland hervor. Die Erhebung, die dem Handelsblatt vorab exklusiv vorliegt, fand online im Zeitraum zwischen dem 21. und 30. Juli 2015 mittels eines standardisierten schriftlichen Fragebogens statt.

Im Markenindex der Technischen Universität Braunschweig erreichten die Dortmunder den Wert von 65,44 Punkten – sieben Punkte mehr als der Zweitplatzierte. Das hatten die Autoren der Studie „Die Markenlandschaft der Bundesliga“ nicht unbedingt erwartet.

Erste Bundesliga: Die beliebtesten Klubs 2014/15

Plätze 18 bis 16

18. SC Paderborn 07, 62 Punkte, 19,1 Prozent

17. 1899 Hoffenheim, 104 Punkt, 32,1 Prozent

16. Hannover 96, 115 Punkte, 35,5 Prozent

Quelle: Studie von SLC Management zur Beliebtheit der Bundesliga-Klubs in der Saison 2014/15. Auswertung anhand von 18 Kriterien. Tenor: Je beliebter ein Verein ist, umso mehr Einnahmen kann er erzielen.

Plätze 15 bis 13

15. 1. FSV Mainz 05, 117 Punkte, 36,1 Prozent

14. Hertha BSC, 125 Punkte, 38,6 Prozent

13. Sport-Club Freiburg, 130 Punkte, 40,1 Prozent

Plätze 12 bis 10

12. FC Augsburg, 134 Punkte, 41,4 Prozent

11. Bayer 04 Leverkusen, 150 Punkte, 46,3 Prozent

10. VfL Wolfsburg, 158 Punkte, 48,8 Prozent

Plätze 9 bis 7

9. Eintracht Frankfurt, 159 Punkte, 49,1 Prozent

8. VfB Stuttgart, 169 Punkte, 52,2 Prozent

7. 1. FC Köln, 175 Punkte, 54 Prozent

Platz 6

Hamburger SV, 184 Punkte, 56,8 Prozent

Platz 5

SV Werder Bremen, 190 Punkte, 58,6 Prozent

Platz 4

Borussia Möchengladbach, 242 Punkte, 74,7 Prozent

Platz 3

FC Schalke 04, 263 Punkte, 81,2 Prozent

Platz 2

Borussia Dortmund, 284 Punkte, 87,7 Prozent

Platz 1

FC Bayern München, 317 Punkte, 97,8 Prozent

Schließlich musste der Verein auch das Ende der Ära Jürgen Klopp verkraften. Im Bild der Deutschen konnte der Klub jedoch „in den zurückliegenden Jahren ein solides Markenfundament aufbauen, das sich als weitgehend robust gegenüber den negativen sportlichen Entwicklungen in der zurückliegenden Spielzeit zeigt“, so das Fazit über den Sieger.

Auf Rang zwei landete überraschend die Borussia aus Mönchengladbach, die sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze verbesserte. „Wie kaum ein anderer Bundesligaverein konnte sich Borussia Mönchengladbach in den zurückliegenden Jahren auf und neben dem Platz positiv fortentwickeln“, heißt es in der Studie. Der Verein zähle nun auch in der öffentlichen Wahrnehmung als Vereinsmarke zu den „Top-Adressen“ im deutschen Profi-Fußball.

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