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01.04.2014

07:11 Uhr

Medienbericht

Public Viewing nach Mitternacht?

Gute Nachrichten für Fußballfans: Die Regierung will für die WM 2014 einem Bericht zufolge ausnahmsweise Public Viewing bis nach Mitternacht erlauben. Die Briten lockern für die Weltmeisterschaft sogar ihre Sperrstunde.

Public Viewing erfreut sich in Deutschland zu WM-Zeiten stets großer Beliebtheit. dpa

Public Viewing erfreut sich in Deutschland zu WM-Zeiten stets großer Beliebtheit.

London/BerlinDas Bundeskabinett will offenbar am Mittwoch eine Sonderverordnung des Umweltministeriums für Public-Viewing-Veranstaltungen bei der Fußball-Weltmeisterschaft (12. Juni bis 13. Juli) auch nach Mitternacht beschließen. Das berichtet die „Bild“ (Dienstag-Ausgabe).

Demnach sind Übertragungen von Spielen auf Großleinwänden nach 22 Uhr und in Ausnahmefällen auch nach 0 Uhr erlaubt. „Fußballgucken unter freiem Himmel gehört zu einer Fußball-WM einfach dazu“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Die Fanmeilen sollen während der WM zu Sportanlagen erklärt und damit Public Viewing auf Videoleinwänden mit dem Stadion-Besuch gleichgestellt werden.

Deutschland

WM-Teilnahmen

17 (1934, 1938, 1954, 1958, 1962, 1966, 1970, 1974, 1978, 1982, 1986, 1990, 1994, 1998, 2002, 2006, 2010)

Größte Erfolge

Weltmeister 1954, 1974, 1990, Vize-Weltmeister 1966, 1982, 1986, 2002, Europameister 1972, 1980, 1996

Trainer

Joachim Löw

Stars

Mesut Özil, Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose, Philipp Lahm

Bilanz gegen Deutschland

0:1 gegen die DDR bei der Weltmeisterschaft 1974

Aufgrund der Zeitverschiebung werden in der Vorrunde zehn Spiele um Mitternacht angepfiffen, eines um 3 Uhr nachts. In der Finalrunde sind es neun Begegnungen um 22 Uhr. Hintergrund für die neue Verordnung ist das Bundesimmissionsschutzgesetz, wonach bei öffentlichen Veranstaltungen nach 22 Uhr in allgemeinen Wohngebieten der Geräuschpegel 40 dB(A) nicht überschreiten darf. Dieser Wert wird bei Public-Viewing-Veranstaltungen schnell übertroffen.

Nicht nur in Deutschland erwägt man Ausnahmeregelungen. Angesichts der Zeitverschiebung dürfen britische Pubs während der Fußballweltmeisterschaft im Juni und Juli in Brasilien länger öffnen. Die Sperrstunde wird um zwei Stunden von 23 auf 1 Uhr verlegt, wie Innenministerin Theresa May am Montag mitteilte.

Allerdings gilt die Regelung demnach nur für Tage, an denen die Nationalmannschaft auch spielt. May hatte sich lange gegen eine Ausnahme gewehrt. Auf Drängen von Premierminister David Cameron gab sie nun aber nach.

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