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03.05.2016

06:24 Uhr

Meister in England

Leicester schafft das Fußballwunder

Die Premier League hat einen neuen Meister: Leicester City - und damit eine Sensation. Titelverteidiger Chelsea hat durch ein 2:2 gegen den Tabellenzweiten Tottenham Hotspur das Low-Budget-Team zum Titelträger gemacht.

Englischer Meister

Fans in Jubel-Stimmung: Leicester schafft das Fußballwunder

Englischer Meister: Fans in Jubel-Stimmung: Leicester schafft das Fußballwunder

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LondonEine der größten Sensationen im europäischen Vereinsfußball ist perfekt: Leicester City ist nach dem 2:2 (2:0) der Tottenham Hotspur beim FC Chelsea am Montag auf der Couch erstmals englischer Meister geworden. Zwei Spieltage vor Schluss der Premier-League-Saison ist dank der Schützenhilfe des Vorgängers aus London dem Club um den deutschen Abwehrspieler Robert Huth der Titel auf der Insel nicht mehr zu nehmen.

Die Profis des neuen Meisters verfolgten am Montag das London-Derby in der Villa von Torjäger James Vardy. Als Schiedsrichter Mark Clattenburg um 22.56 Uhr an der Stamford Bridge abpfiff, konnte die Party in Leicester beginnen. Trainer Claudio Ranieri war zum Zeitpunkt des Titelgewinns in der Luft. Er weilte bis zum Abend in der Heimat und befand sich während des Abpfiffs im Flugzeug.

Nicht Scheich-Club Manchester City, nicht Manchester United um DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger, nicht der FC Arsenal oder Noch-Meister Chelsea - das Low-Budget-Team aus den englischen Midlands stahl allen die Show. Seit dem 23. Spieltag führt der Verein aus der 300 000-Einwohnerstadt die Tabelle an, begeisterte als Underdog und hatte zum Saison-Endspurt sämtliche Sympathien der Fußball-Welt. „Leicesters fantastische Foxes haben der Premier-League-Elite eine Lektion erteilt“, schrieb die britische Zeitung „The Guardian“.

Englischer Meister: So feiert Leicester die Fußball-Sensation
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Nicht nur Fußballer gewinnen in Leicester
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Wilde Party

Die erste Meisterschaft des Teams aus den englischen Midlands hat viele Gesichter. Angefangen von Trainer-Oldie Claudio Ranieri, der als griechischer Nationaltrainer 2014 nach dem 0:1 gegen die Färöer entlassen wurde. „Die Katastrophe des Jahrhunderts“, nannten ihn danach griechische Zeitungen. Jetzt ist er Coach bei einem der überraschendsten Meister der Fußball-Geschichte.

Auch die Mannschaft hat viele Geschichten. Neben dem Ex-Nationalspieler Huth (Ranieri: „Er ist ein harter Junge mit einer großen Persönlichkeit und Charakter, er gibt uns Selbstvertrauen.“) waren sportlich Torjäger Jamie Vardy, Offensiv-Dribbler Riyad Mahrez und Mittelfeld-Motor N'Golo Kante herausragend.

Leicester City: Ein Milliardär, Mönche und der Meistertitel

Leicester City

Ein Milliardär, Mönche und der Meistertitel

Außenseiter Leicester City ist auf gutem Weg, englischer Fußballmeister zu werden. Hinter dem phänomenalen Aufstieg des Teams steht ein thailändischer Tycoon, der sich im Stadion gerne großzügig zeigt.

Nicht ohne Grund belegten diese drei Leistungsträger bei der Wahl zum Fußballer Jahres durch den englischen Sportjournalistenverband „Football Writer's Association“ die Plätze eins bis drei. Auch frühere Bundesligaprofis hatten ihren Anteil am Titel. Christian Fuchs, vor der Saison ablösefrei vom FC Schalke 04 gekommen, ist als Linksverteidiger gesetzt, Rekord-Einkauf Shinji Okazaki (Mainz 05) wirbelte mit Vardy im Angriff.

Auch die Stadt ist mächtig stolz auf seine Helden. Die Schaufensterpuppen in der Stadt tragen Leicester-Trikots, und selbst die Statue Richards III. ziert ein Fanschal. Die Überreste des mittelalterlichen Monarchen wurden 2012 unter einem Parkplatz im Zentrum von Leicester entdeckt. Auch eine dieser Sensationen.

Premier League – TV-Einnahmen 2014/2015

FC Chelsea und Manchester City

FC Chelsea: 134,3 Millionen Euro

Manchester City: 133,7 Millionen Euro

Manchester United und FC Arsenal

Manchester United: 131,3 Millionen Euro

FC Arsenal: 130,8 Millionen Euro

FC Liverpool und Tottenham Hotspur

FC Liverpool: 125,6 Millionen Euro

Tottenham Hotspur: 120,1 Millionen Euro

FC Southampton und FC Everton

FC Southampton: 111,4 Millionen Euro

FC Everton: 108,7 Millionen Euro

Swansea City und Newcastle United

Swansea City: 108,6 Millionen Euro

Newcastle United: 105,9 Millionen Euro

Stoke City und Crystal Palace

Stoke City: 104,8 Millionen Euro

Crystal Palace: 104,1 Millionen Euro

West Ham United und West Bromwich Albion

West Ham United: 102,7 Millionen Euro

West Bromwich Albion: 97,9 Millionen Euro

Leicester City und AFC Sunderland

Leicester City: 96,2 Millionen Euro

AFC Sunderland: 93,8 Millionen Euro

Aston Villa und Hull City

Aston Villa: 91,9 Millionen Euro

Hull City: 89,2 Millionen Euro

FC Burnley und Queens Park Rangers

FC Burnley: 87,5 Millionen Euro

Queens Park Rangers: 86,8 Millionen Euro

Von

dpa

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