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31.10.2015

04:55 Uhr

Münchner Siegesserie gestoppt

Frankfurt stellt den Bayern ein Bein

Welch eine Überraschung! Eintracht Frankfurt erkämpft sich ein 0:0 gegen den FC Bayern. Damit verpasst die Guardiola-Elf den Uralt-Rekord von Tottenham.

Der Münchener Arturo Vidal fasst sich nach einer vergebenen Torchance an den Kopf. Die Partie endete 0:0. dpa

Das darf doch nicht wahr sein

Der Münchener Arturo Vidal fasst sich nach einer vergebenen Torchance an den Kopf. Die Partie endete 0:0.

FrankfurtDer FC Bayern München kann doch nicht alles gewinnen! Nach zehn Siegen zum Ligastart musste der Rekordmeister ausgerechnet bei der zuletzt kriselnden Frankfurter Eintracht die ersten Punkte abgeben und kam über ein enttäuschendes 0:0 nicht hinaus. Damit verpasste das Starensemble von der Isar auch die internationale Bestmarke von Tottenham Hotspur. Die Spurs brachten es in der Saison 1960/61 als bislang einziger Club aus einer der europäischen Topligen auf elf Siege zum Start. Die Bayern bleiben bei zehn Erfolgen stehen.

Zudem misslang die Generalprobe für die angestrebte Champions-League-Revanche gegen den FC Arsenal am kommenden Mittwoch. Vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena war der souveräne Tabellenführer am Freitagabend zwar wie erwartet drückend überlegen, konnte sich gegen die tapfer verteidigenden Hessen aber nicht wie gewohnt in Szene setzen.

Guardiola hatte sein Team im Vergleich zur Pokal-Gala beim VfL Wolfsburg am Dienstag auf drei Positionen verändert. Für David Alaba, Thiago und Thomas Müller standen Rafinha, Arturo Vidal und Arjen Robben in der Startformation. Auch Frankfurts Trainer Armin Veh hatte auf die Cup-Blamage beim Drittligisten Erzgebirge Aue mit drei Neuerungen reagiert. Bastian Oczipka, David Abraham und Aleksandra Ignjovski spielten für Constant Djakpa, Marco Russ und Stefan Reinartz.

Die Bayern-Trainer seit der Jahrtausendwende

Ottmar Hitzfeld

Juli 1998 - Juni 2004, Februar 2007 - Juni 2008: Der Schweizer holte mit Borussia Dortmund zwei Meisterschaften, gewann Champions League und Weltpokal – und wechselte dann zu Bayern München, wo er noch erfolgreicher wurde: Neben Champions League und Weltpokal gewannen die Bayern unter Hitzfeld viermal die deutsche Meisterschaft und zweimal den DFB-Pokal.

Felix Magath

Juli 2004 - Januar 2007: Als erster deutscher Verein gelang dem FC Bayern unter Felix Magath die Wiederholung des Doubles aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Nach einem enttäuschenden halben Jahr darauf und dem Abgang von Michael Ballack wurde er entlassen und noch einmal durch Ottmar Hitzfeld ersetz.

Jürgen Klinsmann

Juli 2008 - April 2009: Die Verpflichtung des ehemaligen Bundestrainers war wohl das größte Missverständnis in der jüngeren Vereinsgeschichte. Spätestens nach einer Demütigung durch den FC Barcelona musste Klinsmann den Hut nehmen.

Louis van Gaal

Juli 2009 - April 2011: Der Niederländer wurde für seinen autoritären Führungsstil kritisiert und für seinen Enthusiasmus als „Feierbiest“ geliebt: Er gewann zweimal die Meisterschaft und den DFB-Pokal und gelangte mit seinem Team ins Endspiel der Königsklasse. Doch richtig warm wurden die Funktionäre mit ihm nie. Dortmund gewann 2011 die Meisterschaft und van Gaal musste gehen.

Andries Jonker

April 2011 - Juni 2011: Der Niederländer war nach van Gaals Weggang als Interimstrainer tätig.

Jupp Heynckes

April 2009 - Juni 2009, Juli 2011 - Juni 2013: Das Gladbacher Urgestein übernahm für kurze Zeit nach dem Rauswurf von Jürgen Klinsmann und kehrte 2011 noch einmal zurück um den größten Erfolg der Vereinsgeschichte, das Triple, zu holen.

Pep Guardiola

Seit Juli 2013: Die Verpflichtung des ersten spanischen Trainers in der Bundesliga war eine riesige Sensation. Mit dem FC Barcelona gewann er in vier Jahren 14 Titel. Mit dem FC Bayern hat er bis heute kein einziges Bundesligaspiel verloren.

Von Beginn an entwickelte sich der zu erwartende Einbahnstraßenfußball. Die Bayern drängten die Gastgeber sofort in die eigene Hälfte. Frankfurts Haris Seferovic, eigentlich Stürmer, wurde wechselweise von Douglas Costa oder Kingsley Coman zum zusätzlichen Linksverteidiger degradiert. Fast die komplette erste Halbzeit spielte sich in der Eintracht-Hälfte ab.

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