Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.02.2015

16:36 Uhr

Nach Platzsturm in Gladbach

Kölner Fangruppe „Boyz“ ausgeschlossen

Nachspiel für Krawall-Fans: Der 1. FC Köln hat die Fangruppe „Boyz“ wegen Ausschreitungen im Derby gegen Mönchengladbach ausgeschlossen und Stadionverbote verhängt. Die Fans kritisieren die Maßnahme als willkürlich.

Kölner Fans laufen nach dem Spiel auf den Platz: Nach dem Platzsturm beim Fußball-Bundesligaspiel am vergangenen Samstag in Mönchengladbach hat der 1. FC Köln eine erste Fan-Gruppe ausgeschlossen dpa

Platzsturm in Gladbach

Kölner Fans laufen nach dem Spiel auf den Platz: Nach dem Platzsturm beim Fußball-Bundesligaspiel am vergangenen Samstag in Mönchengladbach hat der 1. FC Köln eine erste Fan-Gruppe ausgeschlossen

KölnDer 1. FC Köln hat der Fangruppe „Boyz“ nach der Randale in Gladbach den Status des Fanclubs aberkannt und Stadionverbote gegen alle Mitglieder verhängt. Die wegen der Ausschreitungen beim Westderby ausgeschlossene Fangruppe hat den Fußball-Bundesligisten scharf kritisiert.

„Dass der Verein alles in seiner Macht stehende in die Wege leitet, um vermeintliche Verbandsstrafen des DFB zu verringern, können wir nachvollziehen“, heißt es in einer am Tag vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Hannover 96 auf der „Boyz“-Homepage veröffentlichten Stellungnahme. „Die Tatsache jedoch, dass eigene, vor der gesamten Mitgliedschaft, getätigte Aussagen derart ad absurdum geführt werden, hätten wir nicht für möglich gehalten.“

Sowohl die Vereinsführung als auch die AG Fankultur des Clubs hätten stets betont, dass kollektive Bestrafungen beim 1. FC Köln der Vergangenheit angehörten. „Dass sich Zeiten und Meinungen ändern, ist uns nun bewusst“, schreiben die „Boyz“ über den ihrer Ansicht nach ungerechtfertigten Ausschluss. „Die Hälfte der Mitglieder unserer Gruppe war in Mönchengladbach nachweislich nicht im Stadion.“

„Nach dem Eintreffen der Stadionverbote zeigte sich, dass der Verein seine Zuordnung höchstwahrscheinlich auf der Grundlage einer circa fünf Jahre alten Mitgliederliste getroffen hat“, heißt es auf der Homepage. Mehrere der vom Verbot betroffenen Personen gehörten den „Boyz“ seit Jahren nicht mehr an.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×