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10.08.2015

16:38 Uhr

Nach Schuss

Hertha-Bus mit Polizeischutz zum Pokalspiel

Nach dem Schuss auf den Hertha-Bus werden beim Pokal-Spiel in Bielefeld die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Die Polizei hat eine Ermittlungskommission eingerichtet. Der Berliner Erstligist sucht indes Normalität.

Berlins Sportdirektor ist fassungslos. dpa

Michael Preetz

Berlins Sportdirektor ist fassungslos.

BielefeldNach dem Schuss auf den Mannschaftsbus und vielen offenen Fragen bemüht sich Hertha BSC um Normalität. In der direkten Vorbereitung auf das Pokalspiel bei Arminia Bielefeld am Montagabend (18.30 Uhr) versuchte die Sportliche Leitung des Berliner Fußball-Bundesligisten alles Wie und Warum der bewaffneten Attacke auf den blau-weißen Bus vom Team fernzuhalten.

„Es ist ungeheuerlich, dass in Deutschland so etwas passieren kann“, erklärte Hertha-Manager Michael Preetz am Montag: „Natürlich haben die Spieler das Einschussloch in der Frontscheibe gesehen. Die Kripo war vor Ort.

Ein unbekannter Motorradfahrer hatte am Vorabend auf den Berliner Mannschaftsbus geschossen, der am Sonntagabend das Hertha-Team vom Bahnhof Bielefeld abholen sollte. „Das wird aus meiner Sicht keine Auswirkungen auf das Spiel haben“, sagte der Berliner Manager: „Wir wissen, dass die Polizei alles tut, um das aufzuklären.“

„EK-Hertha“:  Polizei bildet nach Bus-Anschlag Ermittlungskommission

„EK-Hertha“

Polizei bildet nach Bus-Anschlag Ermittlungskommission

Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Hertha BSC hat die Polizei in Bielefeld eine Ermittlungskommission gebildet.

„Das Spiel wird wie geplant stattfinden“, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Die Sicherheitsmaßnahmen im und um das Stadion werden jedoch verstärkt, kündigte Zweitligist Arminia Bielefeld an. Der Mannschaftsbus wird von der Polizei auf dem Weg vom Hotel in Klosterpforte zum Stadion begleitet.

Die Polizei bildete eine Ermittlungskommission. Die „EK Hertha“, die aus sechs Beamten der Direktion Verkehr, der Direktion Kriminalität und szenekundigen Beamten besteht, ermittelt derzeit in alle Richtungen.

Auch dass es ein gezielter Angriff auf Hertha war, sei ein Ansatz dieser Ermittlungen, sagte ein Sprecher. Für Preetz gehen aktuelle Diskussionen darüber in den „Bereich der Spekulationen“. Der ehemalige Hertha-Torjäger setzt auf viele Hinweise an die Polizei.

Der Busfahrer habe ein Bielefelder Kennzeichen am schwarzen Motorrad des Täters erkannt, berichtete Preetz. Der Motorradfahrer soll eine schwarze Motorrad-Kombi und einen silbernen Helm getragen haben. Bisher blieb die Fahndung nach dem Täter ohne Erfolg.

Für die Mannschaft von Trainer Pal Dardai gab es in den Stunden vor dem Anpfiff den „normalen Ablauf“, teilte Hertha mit: Frühstücken, Anschwitzen direkt auf dem Rasenplatz am Hotel, danach Mittagsruhe für die Profis. Auch Busfahrer Stephan Behrendt war im Hotel. Es gab keine extra Teamsitzung zu dem Angriff. „Das wird keine Auswirkungen auf das Spiel haben“, meinte Preetz.

Kommentare (1)

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Herr Franz Paul

10.08.2015, 10:03 Uhr

Was für eine "Schusswaffe" mag das wohl gewesen sein, die nicht mal eine Omnibus-Scheibe durchschlägt? Speilzeug? Luftpistole? Da wird wieder mal die Mücke zum Elefanten gemacht.

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