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11.10.2013

22:53 Uhr

Nach Sieg über Irland

Deutsche Nationalelf bucht Brasilien-Ticket

VonStefan Kaufmann

Jetzt ist es fix: Deutschland fährt 2014 zur Weltmeisterschaft nach Brasilien. Ein 3:0-Sieg über Irland brachte Gewissheit. Klar wurde aber einmal mehr, dass auf die Mannschaft noch viel Arbeit wartet.

André Schürrle trifft – und holt sich den Glückwunsch vom Bundestrainer ab. ap

André Schürrle trifft – und holt sich den Glückwunsch vom Bundestrainer ab.

KölnJetzt schlägt die Stunde des Teammanagers. Sao Paulo oder doch Salvador? Die Quartier-Frage bleibt an Oliver Bierhoff hängen. Er muss klären, in welchem Resort die deutsche Fußballnationalmannschaft während der Weltmeisterschaft 2014 residiert. Und er kann sich sofort an die Detailplanung machen. Denn seit diesem Freitag steht fest, dass die Deutschen in Brasilien am Start sind. Mit einem souveränen, aber keinesfalls glanzvollen 3:0 (1:0)-Sieg über Irland ist der DFB-Elf die vorzeitige Qualifikation gelungen.

Allerdings zeigte der Fußballabend von Köln auch – es wartet noch eine Menge Arbeit auf die Mannschaft von Trainer Joachim Löw, will sie ihren großen Traum wahr werden und sich im Juli 2014 auf dem Frankfurter Römer als neuer Weltmeister feiern lassen. Gegen die biederen Iren, die die 1:6-Pleite im Hinspiel gegen Deutschland nicht vergessen hatten und von Anpfiff weg den Rückwärtsgang einlegten, um das eigene Gehäuse besser bewachen zu können, fiel es der DFB-Elf schwer zu glänzen.

Bezeichnend: In Halbzeit eins brachte nur ein abgefälschter und damit unhaltbarer Fernschuss von Sami Khedira (12. Spielminute) Zählbares. Nach der Pause agierte die deutsche Nationalmannschaft ideenreicher und belohnte sich mit den Toren von André Schürrle (57.) und Mesut Özil (90.).

Ein Sieg als Signal für den nächsten Angriff auf den Titel? Köln gilt in der Zentrale des Deutschen Fußballbundes als gutes Omen. Vor 24 Jahren – in Berlin war gerade die Mauer gefallen – wurde im Stadion in Köln-Müngersdorf schon einmal ein WM-Ticket gelöst. Damals gewann Deutschland mit Ach und Krach gegen Wales (2:1) – rund acht Monate später streckte Mannschaftskapitän Lothar Matthäus den WM-Pokal in den Nachhimmel von Rom.

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Joachim Löw bastelt noch an einer Elf, die den Titel holen kann. In Köln musste er vor dem Anpfiff zunächst die Stürmerfrage klären – die etatmäßigen Angreifer Miroslav Klose und Mario Gomez hatten sich verletzt abgemeldet, Stefan Kießling spielt in den Plänen von Joachim Löw keine Rolle, was den Nationaltrainer dazu verleitete einfach ohne nominelle Spitze das Spiel zu beginnen. Mittelfeldlenker Mesut Özil sollte sich in der Offensive austoben, Thomas Müller und André Schürrle über die Außenbahnen die Angriffe forcieren.

Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira vertraute Löw die Zentrale an, Philipp Lahm – zuletzt bei seinem Verein Bayern München Stammgast im Mittelfeld – fand sich laut Spielberichtsbogen auf dem Außenverteidigerposten wieder, tauchte im Spiel aber regelmäßig im gegnerischen Strafraum auf. Per Mertesacker, Jérome Boateng und Marcell Jansen komplettierten die Abwehrkette. Außerdem in der Startelf: Toni Kroos und Torhüter Manuel Neuer.

Kommentare (1)

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11.10.2013, 23:36 Uhr

Ich habe das Spiel nicht angeschaut-aus Protest. Ich boykottiere sämtliche Fussballspiele der Bundesliga, EM & WM. Warum? Mir ist dieser Sport zu unethisch und unmoralisch, kriminell und hochkorrupt. 1. Der Deutsche Fussball verwehrt sich weiterhin systematischen Doping-Kontrollen. Allen voran die Nationalmannschaft. Solange dies der Fall ist, sind diese Spieler für mich potenzielle Dopingsünder. 2. Es gab bisher keine Aufklärung der vielen Toten in Katar- der DFB schwieg lieber. Und die FIFA auch- perfide ohne jegliche Ethik. 3. Die FIFA ist eine kriminelle Vereinigung, vor der zwischenzeitlich sogar die Presse/Medien kapitulieren. Das ist der Offenbarungseid. So lange sich dies nicht ändert- boykottiere ich und mein Umfeld diesen perfiden "Sport".

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