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26.06.2013

15:27 Uhr

Nach Spielabsprachen

Uefa sperrt Fenerbahce und Besiktas

Die Uefa verbannt mit Fenerbahce und Besiktas Istanbul zwei der beiden größten türkischen Vereine aus dem europäischen Wettbewerb. Die beiden Vereine haben angekündigt, Einsprüche gegen die Urteile einzulegen.

Dürfen nächste Saison nicht in europäischen Wettbewerben jubeln: Dirk Kuyt, Gokhan Gonul, und Selcuk Sahin im diesjährigen Halbfinale der Europa League. ap

Dürfen nächste Saison nicht in europäischen Wettbewerben jubeln: Dirk Kuyt, Gokhan Gonul, und Selcuk Sahin im diesjährigen Halbfinale der Europa League.

IstanbulDer europäische Fußballverband Uefa verbannt die türkischen Fußballvereine Fenerbahce und Besiktas Istanbul nach der Untersuchung angeblicher Spielabsprachen zeitweise aus dem europäischen Wettbewerb. Fenerbahce darf an den nächsten drei europäischen Vereinswettbewerben nicht teilnehmen. Darunter ist auch die Champions League, für die sich der Verein als Zweitplatzierter in der türkischen Liga qualifiziert hatte. Der Ausschluss für die dritte Teilnahme ist für fünf Jahre zur Bewährung ausgelegt. Besiktas trifft es nicht ganz so hart: Der Verein ist lediglich von der kommenden Spielzeit in der Europa League gesperrt.

Yasemin Mercil aus dem Vereinsvorstand von Fenerbahce erklärte in einem vereinsinternen Medium, man werde gegen die Entscheidung Berufung einlegen und alle notwendigen Mittel ergreifen, um die eigene Unschuld zu beweisen. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Deniz Tolga Aytore wirft dem Uefa-Report zudem Verfahrensfehler vor. Auch Besiktas wird voraussichtlich gegen den Uefa-Entscheid protestieren.

Die Spielabsprachen beziehen sich auf bis zu ein Dutzend Partien der türkischen Liga in der Saison 2010/11, darunter unter anderem das meisterschaftsentscheidende 4-3 von Fenerbahce gegen Sivasspor. Besiktas rückte durch den türkischen Pokalsieg 2012 im Elfmeterschießen gegen den Istanbuler Stadtrivalen Buyuksehir Belediyespor in den Fokus der Ermittler.

Fenerbahce war laut Sportdienst SID für die Vergehen bereits 2011/12 für die Champions League gesperrt worden. Im Zuge des Manipulations-Skandals in der türkischen Liga war Fenerbahce-Präsident Aziz Yilderim im Juli 2012 zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. 93 Profis und Funktionäre waren in dem Mammutprozess angeklagt worden. Nach Razzien der türkischen Polizei im Jahr 2011 hatten 23 Spieler und Offizielle, darunter Yildirim, in Untersuchungshaft gesessen.

Neben den beiden Fällen aus Istanbul verhandelte die Kommission auch noch einen Verstoß gegen die Zulassungskriterien zu Uefa-Wettbewerben durch Steaua Bukarest. Der Club aus der rumänischen Hauptstadt darf nicht an einem Uefa-Vereinswettbewerb teilnehmen, für den er sich qualifiziert. Diese Sanktion sei für fünf Jahre zur Bewährung ausgelegt, teilte die Uefa mit.

Fenerbahce und Besiktas haben Einsprüche gegen die Uefa-Urteile angekündigt. „Wir warten noch auf die detaillierte Begründung, aber wir werden auf jeden Fall Protest einlegen", wird Fenerbahce-Vorstandsmitglied Yasemine Mercil auf der Homepage des Vizemeisters zitiert. Auch Besiktas-Präsident Fikret Ozman will in die nächste Instanz gehen: „Das Urteil ist nicht gerecht. Wir werden für unsere Rechte kämpfen."

Kommentare (1)

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26.06.2013, 15:43 Uhr

Bin mal gespannt, was Erdogan dazu sagen wird. Er ist ein großer Fan von Fener.
Immerhin stand RTE als junger Mann bei Fener Anfang der 1970er Jahre kurz vor einer Karriere als Fussballprofi.

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