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09.08.2011

08:06 Uhr

Nach Trainerwechsel

Leverkusens Umbruch stockt

Nach den ersten beiden Pflichtspielen ist von Ruhe beim Vorjahres-Zweiten Bayer Leverkusen nichts zu spüren. Die neuen Impulse von Trainer Robin Dutt scheinen noch nicht zu fruchten. Und im Team rumort es.

Leverkusens Trainer Robin Dutt. Quelle: dapd

Leverkusens Trainer Robin Dutt.

MainzMichael Ballack 90 Minuten auf der Bank, Kapitän Simon Rolfes nach seiner Auswechslung sauer und Handlungsbedarf auf der Torwartposition: Schon nach zwei Pflichtspielen gleicht die Werkself des neuen Architekten Robin Dutt einer Großbaustelle.

„Er versucht, seine Vorstellungen umzusetzen. Das braucht Zeit. Man kann nicht erwarten, dass das so klappt, als wenn man fünf Jahre zusammenarbeitet“, sagte Rolfes am Sonntagabend nach der 0:2-Pleite seines Clubs Bayer Leverkusen beim FSV Mainz 05. Bei seiner Auswechslung nach einer Stunde war der Mittelfeldabräumer zuvor noch wort- und grußlos am Nachfolger von Jupp Heynckes vorbeigestapft. „Den Grund kenne ich nicht“, meinte er zu seiner Herausnahme.

Für Rolfes kam der 20-jährige Nicolai Jörgensen - eine weitere Ohrfeige für Bankdrücker Ballack, der weiter auf sein 250. Bundesligaspiel warten muss. Der einstige „Capitano“ der Nationalmannschaft, der das angebotene Abschiedsspiel am Mittwoch gegen Brasilien verweigerte, polarisiert. Egal ob auf oder neben dem Feld. In Dresden beim Stand von 3:0 eingewechselt, hieß es nach 120 Minuten 3:4. In Mainz schmorte der 34 Jahre alte Großverdiener bis zum Schlusspfiff auf der Bank.

„Er ist nach wie vor eine große Persönlichkeit im deutschen Fußball“, sagte Dutt, der aber nicht so recht weiß, wohin mit Ballack. Der ist für Franz Beckenbauer sogar ein Auslaufmodell. „Es gilt, ein anständiges Ende zu finden. Heute wird ein anderer Fußball gespielt. Man versucht, den FC Barcelona zu kopieren. Er ist ein Spielmacher, der den Ball fordert und mit langen Bällen operiert. Er passt nicht mehr in das Kurzpassspiel, das heute forciert wird“, sprach der „Kaiser“ im TV-Sender Sky dem früheren Weltstar die Bundesliga-Tauglichkeit ab. Ballack selbst sagte nichts.

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