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12.11.2015

10:18 Uhr

Nachfolge von Sepp Blatter

Fifa lässt fünf Kandidaten zur Wahl zu

VonHolger Alich

Die Fifa hat fünf Kandidaten bekannt gegeben, die sich im Februar 2016 auf die Nachfolge von Sepp Blatter bewerben dürfen. Uefa-Chef Platini ist nicht dabei. Ganz ist seine Kandidatur damit aber noch nicht vom Tisch.

Prinz Ali Al Hussein (links) darf zur Wahl des Fifa-Chefs antreten. Für Michel Platini sieht es dagegen nicht so gut aus. dpa

Prinz Ali Al Hussein und Michel Platini

Prinz Ali Al Hussein (links) darf zur Wahl des Fifa-Chefs antreten. Für Michel Platini sieht es dagegen nicht so gut aus.

ZürichDie Fifa hat fünf Kandidaten zur Präsidentenwahl zugelassen, die am 26. Februar 2016 geplant ist. Der Name von UEFA-Chef Michel Platini ist nicht darunter. Das heißt formal aber noch nicht, dass der Franzose aus dem Rennen ist. Das Wahl-Komitee der Fifa hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass es Platinis Kandidatur während der vorläufigen Sperre zunächst nicht behandelt. Dennoch scheint höchst fraglich, ob Platini im Februar sich um Blatters Nachfolge wird bewerben dürfen.

Bisher hat der dreiköpfige Wahl-Ausschuss fünf Kandidaten zugelassen: Es sind der jordanische Prinz Ali Al Hussein, der Scheich aus Bahrein und Vorsitzende der Asiatischen Konföderation, Scheich Salman Bin Ebrahim Al Khalifa; der ehemalige stellvertretende Fifa-Generalsekretär Jérôme Champagne, der UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino, sowie der Südafrikaner Tokyo Sexwale.

Musa Hassan Bility, Präsident des liberianischen Fußballverbandes, bestand dagegen nicht den Integritätscheck, teilte der Wahl-Ausschuss mit. Zu Details wurden keine Angaben gemacht.

Damit scheint Michel Platini rein formal noch auf eine Zulassung hoffen zu dürfen. Doch Interview-Äußerungen des Fifa Audit- und Compliance Beauftragten Domenico Scala lassen den Schluss zu, dass Platini nicht zur Wahl wird antreten dürfen.

Scala verwies darauf, dass Platini von Blatter im Jahr 2011 eine Zahlung von zwei Millionen Franken erhalten hat, die nie korrekt in den Büchern verbucht war. Dabei waren beide zur fraglichen Zeit Mitglieder im Exekutiv-Komitee der Fifa und haben damit unkorrekte Bilanzen abgenickt. Laut Scala sei dies ein schwerwiegender Missstand.

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