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09.08.2011

12:23 Uhr

Nationalmannschaft

Löw plant mit Götze gegen Brasilien

Nach der Niederlage gegen Gladbach sollen die Bayern bei der Nationalelf wieder Selbstvertrauen tanken. Dortmunds Talent Mario Götze will gegen Brasilien sein Debüt in der Startelf feiern.

Schon bei seinem Debüt gegen Italien konnte Mario Götze überzeugen. Quelle: dpa

Schon bei seinem Debüt gegen Italien konnte Mario Götze überzeugen.

StuttgartGegen 23.00 Uhr am Sonntag kamen die geschlagenen Helden in das Hotel „Le Méredien“ gegenüber dem Hauptbahnhof von Stuttgart. Still waren die acht Nationalspieler des FC Bayern. Alle hatten sie in der Startelf der Münchner gestanden, die mit dem peinlichen 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach in die Saison gestartet waren. „Das ist verständlich, dass nach einer Niederlage erst einmal Traurigkeit herrscht“, sagte Ilkay Gündogan, der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund, der für den Länderspiel-Klassiker gegen Brasilien (Mittwoch, Anstoß 20.45 Uhr) erstmals im Kader der deutschen Nationalmannschaft steht. 

Ein kleiner Flachs gegenüber den Münchner Kollegen ist erlaubt, speziell wenn die eigene Mannschaft gleich zum Bundesliga-Auftakt groß gefeiert wurde. Aber heftiges Nachtreten mit triumphalem Unterton verbietet sich, der Konkurrenzkampf der Bundesliga ruht bis Donnerstag im nationalen Interesse. Ein bisschen Trost für die geschlagenen Favoriten war angebracht, anerkennende Worte gab es für den Gladbacher Marco Reus, der vom DFB in einem Auto mit Philipp Lahm und Thomas Müller nach Stuttgart kutschiert worden war. Er war der einzige Sieger der am Sonntag beschäftigten elf Nationalspieler, da auch die Leverkusener Andre Schürrle und Simon Rolfes mit dem Frust eines 0:2 in Mainz angereist waren. 

„Bei der Mannschaftsbesprechung haben die Bayern wieder gelacht“, berichtete Gündogan am Montag bei der Pressekonferenz im Mercedes-Benz-Museum. Um 11.30 Uhr hatte Löw das Teamgespräch angesetzt. Thema: Das Duell gegen den fünfmaligen Weltmeister ist der Startschuss in die Saison, die im Juni mit der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine gekrönt wird. Löw schürt den internen Konkurrenzkampf, wobei aber stets die Kollegialität gewahrt werden muss. 

Gegen die Brasilianer, die bei der Copa Americana, dem traditionellen Südamerika-Turnier, schon im Viertelfinale an Paraguay wegen vier verschossener Elfmeter scheiterten, lässt der Bundestrainer seine beste Formation beginnen, die er in Stuttgart zur Verfügung stehen hat. Lediglich auf Sami Khedira und Mesut Özil, die mit Real Madrid in den USA und China spielten, und auf den Bremer Per Mertesacker nach längerer Verletzungspause verzichtete der Freiburger bei der Nominierung. Der 19-jährige Mario Götze darf sich Hoffnungen auf sein Debüt in der Startelf machen, nachdem er am Freitag beim 3:1 des BVB gegen Hamburg glänzend aufspielte. 

Thomas Müller würde anstelle von Özil auf die Zehner-Position rücken. In der Sturmspitze könnte Mario Gomez den Vorzug vor Miroslav Klose erhalten, weil für den Münchner die Saison schon begonnen hat, während Klose sich mit Lazio Rom noch in der Vorbereitung befindet. „Einige Spieler suchen noch ihren Rhythmus“, sagte Löw. Ob die Bayern ihn allerdings gegen Gladbach gefunden haben, ist anzuzweifeln. Fest steht sicherlich, dass Cacau vom Tabellenführer Stuttgart in dem neuen Stadion seines VfB gegen sein Heimatland mit einer Einwechslung rechnen darf.

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