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11.08.2014

09:19 Uhr

Nationalmannschaft

Neuer nimmt Anlauf auf Kapitänsamt

Den frisch gekürten Fußballer des Jahres reizt das Kapitänsamt: Manuel Neuer kann sich vorstellen, Lahms Nachfolger als Kapitän der deutschen Nationalelf zu werden – trotz eines großen Konkurrenten.

Manuel Neuer wurde nach der erfolgreichen WM zum Fußballer des Jahres gekürt. Nun reizt ihn das Kapitänsamt. dpa

Manuel Neuer wurde nach der erfolgreichen WM zum Fußballer des Jahres gekürt. Nun reizt ihn das Kapitänsamt.

BerlinTorwart Manuel Neuer traut sich „auf jeden Fall“ das Kapitänsamt in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zu. Das sagte der frischgekürte Fußballer des Jahres in einem Interview dem Fachmagazin „Kicker“ (Montag). „Darüber müsste man mit dem Trainer und einigen Spielern sprechen, um die sinnvollste Lösung zu finden“, betonte der 28 Jahre alte Schlussmann vom deutschen Rekordmeister Bayern München.

Neuer sagte allerdings auch, dass er einen Spieler aus dem Mittelfeld nehmen würde, wenn er Trainer wäre. „Da ist die Kommunikation mit dem Schiedsrichter besser gegeben.“ Nach dem Rücktritt von Neuers Vereinskollege Philipp Lahm ist das Kapitänsamt bei der Nationalmannschaft vakant. Als heißer Anwärter gilt auch Bastian Schweinsteiger. Sollte dieser mal verletzt sein, könne er ihn ja vertreten, meinte Neuer.

Was die Deutschen über die Weltmeister denken

Löw

In einer repräsentativen Umfrage des Sport-Informations-Dienstes (SID) durch das Nürnberger Meinungsforschungsinstitut puls sprachen sich 88 Prozent für Löws Verbleib im Amt aus. Lediglich zwölf Prozent fanden, dass der 54-Jährige nach dem größtmöglichen Erfolg trotz seines bis 2016 laufenden Vertrages zurücktreten sollte.
Quelle: sid

EM-Chancen

76 Prozent der befragten Personen glauben, dass die deutsche Nationalmannschaft in zwei Jahren ihren vierten EM-Triumph feiern wird. Lediglich 24 Prozent hingegen gingen in der Umfrage, die überwiegend nach dem Rücktritt des bisherigen Kapitäns Philipp Lahm aus der Elf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) durchgeführt wurde, nicht vom aus.

Neuer

Torhüter Manuel Neuer ist für die Deutschen derzeit der beste Spieler im Team von Fußball-Weltmeister Deutschland. 35 Prozent der befragten Personen nannten auf die entsprechende Frage den Schlussmann von Double-Gewinner Bayern München.

Müller

Auf den fünffachen WM-Torschützen Thomas Müller legten sich 19 Prozent der Befragten fest und auf Bastian Schweinsteiger 13 Prozent als besten Spieler fest. Der WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose (Lazio Rom/sechs Prozent) und der vor der WM verletzt ausgefallene Marco Reus (Borussia Dortmund/fünf) komplettieren die Top 5.

Götze

Von Mario Götzes Fähigkeiten hingegen scheinen die Deutschen trotz seines Siegtreffers im WM-Finale gegen Argentinien (1:0 n.V.) derzeit nicht sonderlich überzeugt: Lediglich für drei Prozent ist der Münchner die Nummer eins unter den deutschen Fußballern.

Klose

Stürmerstar Miroslav Klose ist „Weltmeister der Herzen“. 30 Prozent der Befragten gönnten dem 36 Jahre alte WM-Rekordtorschützen und viermaligen WM-Teilnehmer von Lazio Rom den Titel am meisten. Dahinter zeigten die interviewten Personen für Torhüter Manuel Neuer (23 Prozent) und Bastian Schweinsteiger (16 Prozent) die meisten Sympathien. 

Bayern-Stars

Double-Gewinner Bayern München ist für die Deutschen nicht zuletzt aufgrund seiner sechs Fußball-Weltmeister für die kommende Saison in der Champions League der Titelfavorit. 66 Prozent der befragten Personen nannten den deutschen Rekordmeister als ersten Anwärter auf den Triumph in der europäischen Königsklasse.

Enttäuschung

Weltfußballer Cristiano Ronaldo war für die Deutschen die größte Enttäuschung bei der Fußball-WM in Brasilien. Für immerhin 33 Prozent blieb der Superstar von Champions-League-Sieger Real Madrid am weitesten hinter den Erwartungen zurück.

Özil

Hinter Uruguays „Beißer“ Luis Suarez (acht Prozent) war in dieser Negativrangliste Nationalspieler Mesut Özil (FC Arsenal) trotz des WM-Triumphes der deutschen Mannschaft für sieben Prozent schon die drittgrößte Enttäuschung der WM-Endrunde. Dahinter folgten Italiens exzentrischer Superstar Mario Balotelli (sechs) und der Brasilianer Fred (vier).

Von

dpa

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