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11.10.2013

17:22 Uhr

Neue Auslosungsregeln

Deutschland droht bei WM eine Hammergruppe

VonAnis Micijevic

Neue Regeln bei der Auslosung der WM-Vorrundengruppen könnten der deutschen Elf eine Hammergruppe beim Turnier in Brasilien bescheren. Nun ruhen die Hoffnungen ausgerechnet auf Lothar Matthäus.

Beschert Lothar Matthäus den Deutschen Losglück? dpa

Beschert Lothar Matthäus den Deutschen Losglück?

DüsseldorfEs ist kein Geringerer als der Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der am 6. Dezember im brasilianischen Badeort Costa do Sauìpe als einer von acht Repräsentanten der bisherigen Weltmeisterländer in die Lostöpfe greifen und die Zusammensetzung der WM-Gruppen mitbestimmen wird.

Dabei muss Bundestrainer Joachim Löw dieses Mal besonders auf ein glückliches „Loddar“-Händchen hoffen, wenn er 2014 nicht in einer Hammergruppe in den Wettbewerb starten will. Grund ist das Setzsystem der Fifa, das über die jeweiligen Gruppenköpfe entscheidet. Der Weltverband nimmt die eigene Weltrangliste vom 17. Oktober als einziges Kriterium für diese Entscheidung. Früher wurde die Platzierung bei der vorangegangenen Weltmeisterschaft ebenfalls als Kriterium hinzugezogen.

Brasilien ist 2014 Gastgeber und damit automatisch als Gruppenkopf von einer der acht WM-Gruppen gesetzt – ebenso Deutschland, Spanien, Argentinien, Italien, Kolumbien, Belgien und Uruguay. Diese Teams belegen die vordersten Plätze der Fifa-Weltrangliste. Anders sieht es bei den Engländern (aktuell Platz 17) und Frankreich (aktuell Platz 25) aus. Diese Teams haben keine Chance mehr, sich derart in der Rangliste zu verbessern, um unter die Top 8 zu kommen.

Und selbst die überaus starken Niederländer befinden sich nur auf Platz 9 der Fifa-Weltrangliste und könnten somit auch als Gruppengegner von Deutschland ausgelost werden. Derzeit liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die DFB-Elf in der WM-Vorrunde auf die Niederlande, England oder Frankreich trifft, bei fast 40 Prozent. Auch sind schwere Konstellationen mit den Niederlanden, den USA und der Elfenbeinküste möglich.

Ebenfalls von der Auslosung abhängig sind die WM-Spielorte des deutschen Teams. Erst wenn diese bekannt sind, will sich Bundestrainer Joachim Löw für ein WM-Hauptquartier entscheiden. Die Spielorte befinden sich teils in klimatisch extremen Zonen und sind mitunter viele Flugstunden voneinander entfernt. Auch hier ruhen die Hoffnungen auf der „Glücksfee“ Lothar Matthäus.

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