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19.01.2016

15:43 Uhr

„Neue Herausforderungen“

Fußball-Kommentator Reif verlässt Bezahlsender Sky

Marcel Reif wird nur noch bis zum Saisonende für Sky kommentieren. Der Vertrag des Fußball-Kommentators beim Bezahlsender läuft nach der Spielzeit aus. Ganz verabschieden will sich der 66-Jährige aber noch nicht.

Der Fußball-Kommentator gehört unter den Fans nicht gerade zu den Beliebtesten. dpa

Marcel Reif

Der Fußball-Kommentator gehört unter den Fans nicht gerade zu den Beliebtesten.

BerlinMarcel Reif (66), seit 17 Jahren Fußball-Reporter im deutschen Bezahlfernsehen, verlässt zum Ende der Bundesligasaison den Pay-TV-Sender Sky. „Nach 17 Jahren läuft mein Vertrag aus und es ist an der Zeit, sich neuen Herausforderungen und Projekten zu widmen“, sagte Reif der „Süddeutschen Zeitung“. „Bei und mit Sky habe ich eine spannende Zeit mit vielen Höhepunkten erlebt. Wir gehen mit gegenseitigem Dank und mit Wertschätzung auseinander.“

Ein Sky-Sprecher bestätigte, dass man sich kurz vor Weihnachten in „freundschaftlichem Einvernehmen“ geeinigt habe, den Vertrag nicht zu verlängern. Das letzte Spiel, über dass Chefkommentator Reif für Sky berichten werde, ist das Champions-League-Finale im Mai.

Die nächste Begegnung ist der Bundesliga-Rückrunden-Auftakt zwischen dem Hamburger SV und dem FC Bayern München am Freitag kommender Woche (22.1./20.30 Uhr). Reif stieß 1999 vom ZDF zum Sky-Vorgänger Premiere.

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Trainer Jürgen Klopp vom Vizemeister Borussia Dortmund hat sich beim Fußball-Kommentator Marcel Reif für seine Äußerungen entschuldigt.

Insbesondere viele Fans von Borussia Dortmund hatten empört und teilweise hasserfüllt auf zynische Kommentare von Reif reagiert. Er wurde in Dortmund sogar körperlich bedroht, Stadionbesucher rüttelten an seinem Auto. Reif kommentierte daher zeitweise mit einem Bodyguard. Mit seinem Rückzug bei Sky wollte er dies aber nicht in Verbindung bringen.

„Die Geschichte mit Dortmund damals war ja ausgeräumt, und das Netz und seine Kommentare, das hat mich noch nie beschäftigt, das geht ziemlich spurlos an mir vorbei", sagte Reif in einem Interview mit der Agentur sid. „Nein, der Grund war: Wenn ich nochmal was anderes machen will, dann muss ich es jetzt machen. Es ist eher die Lust auf was anderes. Ich habe mir den Spaß nie nehmen lassen."

Auch Franz Beckenbauer hatte sich über Reif einmal geärgert und empfohlen, dieser solle sich aus dem Fußball heraushalten. Über das Verhältnis zum „Kaiser“ sagt Reif heute: „Er ist ein wunderbarer Mensch, und wir haben ganz oft furchtbar über die Äußerungen von damals gelacht, es ist eine gegenseitige Wertschätzung entstanden. Wir unterhalten uns erst über die Kinder, dann über Dreier- und Viererketten. Daran wird sich nie etwas ändern.“



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dpa

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