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10.03.2006

11:44 Uhr

Neuer Fußball-Wettskandal

Die Spur führt ins Siegerland

Im neuen Fußball-Wettskandal im deutschen Fußball ist ein erster Name bekannt geworden - allerdings handelt es sich offenbar nur um eine Randfigur. Die Identität der vier Hauptbeschuldigten, die hinter Gittern sitzen, kennt jedoch weiter nur die Staatsanwaltschaft.

Wurde vernommen: Sportfreunde-Siegen-Keeper Adnan Masic. Foto: dpa

Wurde vernommen: Sportfreunde-Siegen-Keeper Adnan Masic. Foto: dpa

HB SIEGEN. In der Affäre ist Zweitligist Sportfreunde Siegen ins Visier der Fahnder geraten. Die Geschäftsstelle des Vereins erhielt am Donnerstagabend Besuch von zwei Fahndern des hessischen Landeskriminalamtes. Wie Vorstandsmitglied Holger Rathke bestätigte, wird gegen Torhüter Adnan Masic ermittelt. Der 30 Jahre alte Schlussmann aus Bosnien soll sich vor dem am 26. Februar ausgetragenen Spiel zwischen Hansa Rostock und Siegen (2:0) mit vermeintlichen Drahtziehern der neuen Affäre getroffen haben.

„Masic hat uns gegenüber bestätigt, dass er einen der vier Beteiligten kennt, gegen die bereits Haftbefehle erlassen wurden. Das hat er auch den Ermittlern mitgeteilt“, sagte Rathke. Die beiden LKA-Beamten hätten den Torhüter am Freitagmorgen in der Geschäftsstelle vernommen.

In einem Interview mit den NRW-Lokalradios beteuerte Masic am Freitag seine Unschuld: „Das ist alles absoluter Blödsinn. Ich habe damit nichts zu tun, ich habe ein sauberes Gewissen. Jeder weiß, dass ich beim Spiel gegen Rostock der beste Mann auf dem Platz war.“ Aus seinen Kontakten zu angeblichen Drahtziehern lassen sich nach seiner Einschätzungen keine belastenden Schlussfolgerungen ableiten: „Ich habe ein paar Freunde da, ich weiß aber nicht, was die machen. Das geht mich nichts an. Aber das heißt nicht, dass ich was damit zu tun habe.“

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