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22.02.2012

22:37 Uhr

Niederlage in Basel

Bayerns Heimspiel-Traum droht zu platzen

Quelle:SID

Der Traum vom Heim-Endspiel in der Champions League droht für den FC Bayern München vorzeitig zu platzen. Der Rekordmeister unterlag im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Basel - darf aber trotzdem weiter hoffen.

Rat- und mutlos: Franck Ribery (l.) und Toni Kroos dpa

Rat- und mutlos: Franck Ribery (l.) und Toni Kroos

BaselDer Traum vom Heim-Endspiel in der Champions League droht für Bayern München vorzeitig zu platzen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister unterlag im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Basel mit 0:1 (0:0) und steht vor dem Rückspiel am 13. März in der heimischen Arena gewaltig unter Druck. Dem eingewechselten Valentin Stocker gelang der Siegtreffer des Schweizer Meisters in der 86. Minute.

In der ersten Halbzeit hatten der überragende Torhüter Manuel Neuer und eine Portion Glück einen Rückstand der Bayern verhindert, als Basel Latte und Pfosten traf. Die Münchner boten zwar über weite Strecken eine engagierte Vorstellung, offenbarten aber spielerisch erneut Schwächen.

Vor 36.000 Zuschauen im ausverkauften St.-Jakob-Park sahen es die Münchner Feinmotoriker nicht gern, dass der strenge Schweizer Winter das Rasen-Grün an vielen Stellen mit Ocker übermalt hatte. Arjen Robben, der Thomas Müller auf die Bank verdrängt hatte, trat bei einigen seiner Sprints immer wieder Rasenstücke los und verlor bald etwas die Lust. Nur einmal gelang es den Münchnern in der Anfangsphase, schnell in den Basler Strafraum einzudringen. Franck Ribéry, der deutlich auffälliger spielte als Robben auf dem anderen Flügel, scheiterte aber mit seinem Flachschuss am gut reagierenden Torhüter Yann Sommer.

Vorausgegangen war ein Ballverlust des künftigen Münchners Xherdan Shaqiri, dem wie seinen Kollegen zunächst der Druck der Aufgabe im "Jahrhundertspiel" anzumerken war. Doch Shaqiri steigerte sich. Obwohl ihm einige Abspielfehler unterliefen, prägte er mit zahlreichen Vorstößen das Offensivspiel seiner Elf im "wichtigsten Match eines Schweizer Fußballvereins aller Zite", wie es der Stadionsprecher vor dem Anpfiff formulierte. Das dichte Bayern-Mittelfeld, in dem Anatolij Timoschtschuk und David Alaba verteidigten, war bald kein echtes Hindernis mehr für Shaqiri und Co., zumal sie oft über außen kamen.

Kommentare (1)

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bommel

23.02.2012, 10:01 Uhr

was für ein grottenkick der bayern. heynckes und co. verkennen die lage, wenn sie sich noch das ganze schönzureden versuchen. derzeit hat bayern ein offensivproblem. gomez ist zum 2. mal in einem spiel infolge ohne reale torchance. und nun wackelt noch zusätzlich die abwehr, weil man den gegner mangels spielkreativität stark macht. wenn freiburg nur halb so viel glück gehabt hätte wie basel, dann hätten die bayern auch dort alt ausgesehen. warum tut sich der rekordmeister gegen vermeintlich schwache gegner so schwer? der platz war zwar auch schlecht, aber das kann man nicht gelten lassen, denn basel hat hauptsächlich im mittelfeld weniger fehler gemacht und damit das spiel leicht offen halten können. zu hause muss nun eine ordentliche reaktion kommen, damit der cl-fluch, der auf heimmannschaften fürs cl-finale liegt, endlich gebrochen werden kann.

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