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06.10.2013

21:35 Uhr

Notbremsen im Fußball

Niersbach hält Dreifachbestrafung für ungerecht

Der DFB-Präsident hat heftige Kritik an der Dreifachbestrafung nach einer Notbremse geübt. Die Bestrafung sei eine der „größten Ungerechtigkeiten“ des Regelwerks. Nun will sich Niersbach für eine Änderung einsetzen.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach spricht sich gegen die harte Bestrafung von Notbremsen aus. dpa

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach spricht sich gegen die harte Bestrafung von Notbremsen aus.

BerlinDFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat die mehrfache Bestrafung einer Notbremse im Strafraum durch Elfmeter, Rote Karte und weiterführende Sperren kritisiert. „Diese Dreifach-Bestrafung ist eine der größten Ungerechtigkeiten des Regelwerks“, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes der „Bild“-Zeitung (Montag). Am Wochenende hatte es Borussia Dortmund und Nationalspieler Mats Hummels beim 0:2 in Mönchengladbach erwischt. Zudem hatte es beim 1:4 des FC Augsburg gegen den FC Schalke 04 Ragnar Klavan getroffen.

Niersbach will sich für eine entsprechende Änderung der Regel einsetzen. „Wir geben nicht auf, wir bleiben an dem Thema dran“, kündigte er an und betonte, dass durch die Mehrfach-Bestrafung auch große Spiele kaputt gemacht werden könnten. Niersbach erinnerte an das Finale der Champions League 2006, als der damalige deutsche Nationaltorwart Jens Lehmann im Tor des FC Arsenal nach wenigen Minuten wegen einer Notbremse vom Platz flog und Barcelona gewann.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Gast

07.10.2013, 16:10 Uhr

Ein Foul im Strafraum gibt Elfmeter, eine Notbremse (auch außerhalb des Strafraums) gibt rot, ich finde das nicht so schlimm. Es soll ja gerade das flüssige Spiel gefördert werden, soll der Abwehrspieler ihn halt schießen lassen, der Fehler wurde in der Regel vorher gemacht. Und die nachträgliche Sperre wird nicht so hoch ausfallen. Würde man das nicht ahnden, könnte der Abwehrspieler jedes mal den Stürmer am einfachen Torschuss hindern und ihn den Elfmeter schießen lassen, vielleicht klappt es ja, das wäre für das Spiel an sich nicht gut. Ich finde die Diskussion etwas übertrieben. Das Spiel sollte sauber bleiben und die Notbremse nicht zu einem taktischen Mittel werden. Die Leute reden allgemein viel zu wenig über den Sport an sich, immer geht es nur um Regelauslegung, Abseitstore und Spielerfrauen... naja, wenn die meisten Zuschauer eh betrunken sind und ein emotionales Erlebnis erwarten... mit Sport hatz das wenig zu tun.

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