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09.09.2014

08:00 Uhr

Oliver Bierhoff zu Fußball im Privatfernsehen

„Länderspiele werden nie im Pay-TV verschwinden“

VonAlexander Möthe, Thomas Schmitt

Der Fußball-Weltmeister braucht Geld, um Weltspitze zu sein. Doch nur Gewinne machen - das will DFB-Manager Oliver Bierhoff nicht. Schließlich ist die Nationalelf Volksgut. Auch der kleinste Fan soll mal dabei sein.

Der Manager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, im Handelsblatt-Interview: „Der vierte Stern wurde von ganz Deutschland gewonnen.“ Frank Beer für Handelsblatt

Der Manager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, im Handelsblatt-Interview: „Der vierte Stern wurde von ganz Deutschland gewonnen.“

Der Manager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, war nach der Niederlage gegen Argentinien in Düsseldorf zu Gast in der Zentrale des Handelsblatts. Auch nach zehn Jahren im Job ist der Europameister von 1996 längst nicht müde. Verpflichtung und Ansporn zugleich sei der Titelgewinn der Nationalmannschaft, auf und neben dem Platz. Den Verband, den DFB, will er als Zentrum für Innovation und Kompetenz im deutschen Fußball positionieren. Er schenkte der Redaktion ein Trikot mit Unterschriften der Spieler und gab dann zwei Mitgliedern der Online-Redaktion ein Interview.

Herr Bierhoff, Philipp Lahm, Miro Klose und Per Mertesacker gehen, wenn es am schönsten ist. Oliver Bierhoff nicht. Warum eigentlich?
Es ist schon so, dass ich mich immer wieder kritisch hinterfrage. Kann ich mich so einbringen, wie ich mir das vorstelle? Kann ich noch etwas bewegen? Ich habe da einen sehr hohen Anspruch an mich und meine Arbeit. Wir sind mit der Nationalmannschaft in Rio de Janeiro Weltmeister geworden, unser Weg geht weiter, wir sind auf einer unglaublich spannenden Reise.

Was ist für den Manager der Nationalmannschaft so spannend?
Uns allen bietet sich die große Chance, den deutschen Fußball zu entwickeln. Die Klubs stehen permanent unter Wettbewerbsdruck, unterliegen aktuellen Einflüssen. Hier wollen wir auch Dienstleister sein, für den DFB ist es eine reizvolle Aufgabe, den Fußball in allen Facetten voranzutreiben, Ideen zu kreieren, Potenziale zu erschließen und die Herausforderung der Zukunft anzugehen. Der DFB – allen voran unser Präsident Wolfgang Niersbach – ist innovativ und modern. Dabei spielt der Bau der Akademie in Frankfurt bis zum Jahr 2018, über den das DFB-Präsidium entscheidet, spielt eine wesentliche Rolle.

DFB verzeichnet erneuten Mitgliederrekord

Mitglieder

Die Zahl der Mitglieder des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den höchsten Stand in der Verbandsgeschichte erreicht. Insgesamt 6.851.892 Mitglieder und damit 29.659 mehr als im Vorjahr sind derzeit in den 21 Landesverbänden des DFB gemeldet. Quelle: DFB

Steigerungen

Steigerungen gibt es zudem im Bereich der Vereine und der Frauenmannschaften. Mit 25.513 ist die Zahl der Klubs so hoch wie noch nie, im Jahr 2013 waren es 25.456. Und bei den im DFB registrierten Frauenteams konnte mit 5855 (2013/5782) ebenfalls eine Bestmarke erreicht werden.

Hohe Anziehungskraft des Fußballs

„Der Mitgliederrekord unterstreicht den enormen Stellenwert und die hohe Anziehungskraft des Fußballs in Deutschland. Dass wir trotz der allgemeinen demografischen Entwicklungen einen leichten Anstieg bei den Vereinen verzeichnen können, ist genauso erfreulich wie der positive Trend im Frauenfußball“, sagt DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Maßnahmenpaket

Der DFB-Präsident weiter: „Um die vielen Mitglieder an der Basis in Zukunft noch besser erreichen und effektiver unterstützen zu können, haben wir mit dem Masterplan Amateurfußball ein umfangreiches Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht.“

Gesamtzahl der Mannschaften

Die Gesamtzahl der Mannschaften ist nur noch leicht rückläufig. 2013 waren 165.229 Teams gemeldet, 2014 sind es 164.384. Mit 0,51 Prozent ist der Rückgang bei den Mannschaften damit deutlich niedriger als im Zeitraum von 2012 bis 2013 – das Minus hatte damals 2,33 Prozent betragen.

Ursache der Entwicklung

Zentrale Ursache der Entwicklung ist auch hier der demografische Wandel. Er hat zur Folge, dass die rückläufige Tendenz im Bereich der Juniorinnen- und Juniorenteams am stärksten ausfällt. 2013 gab es in diesem Bereich 100.035 gemeldete Mannschaften, 2014 sind es 99.546.

Große Herausforderungen

Dazu erklärt Niersbach: „Die Entwicklungen bei den Jugendmannschaften machen uns deutlich, dass wir hier vor großen Herausforderungen stehen. Wir sehen bereits erste Resultate der gemeinsamen Anstrengungen von DFB, Landesverbänden und Vereinen, aber wir werden künftig durch innovative Konzepte und Ideen noch mehr für Jugendliche und die Ehrenamtlichen tun.“

Onlineportal für Fußballer

„Dazu gehört das neue Onlineportal Fussball.de, auf dem ab 29. Juli jeder Fußballer umfangreiche Serviceangebote finden wird und sich wie ein Profi darstellen kann,” fügt Niersbach hinzu.

Worauf konzentrieren Sie sich in den nächsten zwei Jahren?
Zunächst einmal ist wichtig festzuhalten: Der vierte Stern wurde von ganz Deutschland gewonnen. Er ist das Ergebnis der gemeinsamen Anstrengung des gesamten deutschen Fußballs. Selbst oder gerade auch der erste Jugendtrainer von Philipp Lahm hat hier seinen Anteil. Und dieser vierte Stern glänzt – die Menschen in Deutschland haben sich sehr über diesen Erfolg gefreut. Sie identifizieren sich mit diesem Erfolg und mit der Mannschaft.

Hilft Ihnen denn die Fußball-Euphorie im Lande?
Ja, denn wir wollen den Schwung der Weltmeisterschaft mitnehmen. Wir wollen Strukturen schaffen, um den Fußball zu entwickeln und den DFB als die Fußball-Kompetenz zu profilieren. Dazu gehören die DFB-Akademie genauso wie die Position des Sportdirektors, die Hansi Flick bekleidet. Wenn jemand aus dem internationalen oder nationalen Fußball eine Frage hat zu Themen wie Videoanalyse, Scouting oder auch sportpsychologischen oder sportmedizinischen Aspekten, weiß er, dass wir dieses Know How besitzen.

Kommentare (1)

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Frau Heike Schneider

09.09.2014, 17:56 Uhr

Wir identifizieren uns nicht. Ihr treibt nur Krankheitskosten in die Höhe und es ist nicht in unserem Interesse Euch zu fördern. Sport als Ausgleich. Mehr wird von uns in Zukunft nicht finanziert. Wir sind wegen dem Commerz verschuldet und wollen Euch nicht durch Stütze und Kindergeld Publikum zuführen. Fussball führt zu keinem Erkenntnissgewinn und kostet. Auch Eure Flüge, alles muss subventioniert werden. Ihr habt Mafiöse Strukturen, werdet von Kriminellen gesponsert und habt ja gar keine Nationalspieler. Patchwork so wie euer Samenverteilkomplex. Schüttet Euch mit Jägermeister zu, dann geht es schneller. Nehmt eure masturbierende Fussballer von uns weg. Nur Schulden und Klimakatasthrophe. Seht zu wo Ihr Euren Frust lasst weil es für einen anständigen Arbeitsplatz nicht reich.
DFB - Deutscher Ficker Bund.

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