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24.06.2013

13:14 Uhr

Pep Guardiola stellt sich vor

„Guten Tag und Grüß Gott“

Das Warten hat ein Ende: Der FC Bayern präsentiert seinen neuen Star-Coach Pep Guardiola. In bereits überraschend gutem Deutsch nahm der Katalane die Journalisten für sich ein. Jetzt fehlen nur sportliche Glanztaten.

„Guten Tag und Grüß Gott“

Pep Guardiola als neuer Bayern-Trainer vorgestellt

„Guten Tag und Grüß Gott“: Pep Guardiola als neuer Bayern-Trainer vorgestellt

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München Solch einen Hype um eine Trainer-Präsentation hat die Fußball-Bundesliga noch nie erlebt: Der FC Bayern hat sich am Mittag im großen Rahmen erstmals mit seinem neuen Star-Coach Pep Guardiola gezeigt. Der gab sich souverän, entspannt und sympathisch, versuchte sich gleich überraschend gut in der Sprache seiner neuen Wahlheimat – und zollte dabei sogar der bayrischen Identität Tribut: „Guten Tag und Grüß Gott, meine Damen und Herren. Bitte verzeihen sie mir mein Deutsch“, sagte der 42-Jährige vor rund 250 Journalisten und einer Leinwand mit der Schriftzug „Willkommen, Pep!“.

„New York ist nicht der optimale Ort, um Deutsch zu lernen. Ich hoffe, bald meine Deutschkenntnisse zu verbessern“, sagte er. Er habe nur ein Jahr lang die Sprache lernen können. Dafür soll er einen eigenen Privatlehrer engagiert haben. Der Spanier tritt bei den Münchnern die Nachfolge von Jupp Heynckes an, der sich mit dem ersten Triple im deutschen Fußball in den Ruhestand verabschiedete.

Guardiola nimmt die damit verbundene Herausforderung an und gibt sich auf seiner Einstands-Pressekonferenz kämpferisch: „Manchmal übernimmt man als Trainer eine Mannschaft als Aufsteiger, manchmal bekommt man als Trainer eine Mannschaft, die 18 Punkte Rückstand hat. Das war so bei meiner ersten Station. Heute ist das komplett anders“, sagte er.

Mediensicht: Wie Guardiola Bayern-Trainer wurde

26./27. Juli 2011

Beim Vorbereitungsturnier des FC Bayern in München tritt auch der FC Barcelona an: Dessen Trainer Pep Guardiola signalisiert sein Interesse, eines Tages den FC Bayern zu trainieren - und er hinterlässt den Verantwortlichen seine Telefonnummer. Von Jupp Heynckes lässt er sich das Trainingsgelände zeigen.

18. Juni 2012

Das erste Gerücht kommt auf. Laut Medieninformationen hatte sich Bayerns damaliger Sportdirektor Christian Nerlinger bereits beim spanischen Pokalfinale am 25. Mai mit Guardiolas Bruder und Berater Pere getroffen.

21. Juni 2012

Pep Guardiola dementiert Berichte über Verhandlungen und erklärt: "Ich habe mit keinem Verein gesprochen, und ich bin nicht bereit, mich jetzt zu binden."

10. Dezember 2012

Erneute Gerüchte über eine Verpflichtung Guardiolas. "Erst reden wir 2013 mit Heynckes", sagt der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge daraufhin.

7. Januar 2013

Im Rahmen der FIFA-Gala in Zürich reagiert Guardiola ausweichend auf die Frage nach einem Engagement in München: „Es wäre respektlos, wenn ich zu einem Verein, der aktuell einen Trainer beschäftigt, konkret etwas sagen würde.“ Allerdings bestätigt der Spanier auch seine Rückkehr auf die Trainerbank im Sommer.

15. Januar 2013

Nach Informationen von Sky Italia soll Guardiola eine Entscheidung zugunsten der Bayern getroffen haben. Rummenigge will die Meldung nicht kommentieren: „Ich kann dazu nur sagen, dass wir die gesamte Situation immer sehr souverän gehandhabt haben.“

16. Januar 2013

Um 16:48 Uhr bestätigt der FC Bayern die Mediengerüchte, dass der 41 Jahre alte Guardiola einen Vertrag bis 2016 unterschrieben hat und die Nachfolge von Jupp Heynckes antreten wird.

24. Juni 2013

Guardiola wird sich ab 12.00 Uhr bei einer Pressekonferenz in der Allianz-Arena erstmals als Trainer des FC Bayern zu Wort melden.

26. Juni 2013

Erstes Training unter Guardiola in der Allianz-Arena. 25.000 Fans werden zur öffentlichen Einheit erwartet.

29. Juni 2013

Erster lockerer Test unter Guardiola: das „Traumspiel 2013“ gegen den Fanclub Wildenau.

Dass er massivem Druck ausgesetzt ist, darüber macht sich der Erfolgs-Trainer keine Illusionen: „Wenn du als Trainer beim FC Bayern bist, musst du immer, immer, immer gut spielen und gewinnen." Er habe eine „neue Herausforderung“ nach der erfolgreichen Zeit beim FC Barcelona gebraucht, erklärte Guardiola, dem spektakulärsten Trainer-Coup der Bayern-Geschichte.

Bayerns Offizielle überhäuften ihren neuen Trainer erwartungsgemäß mit Vorschusslorbeeren, machten aber auch klar, was sie von dem Trainer, dem sie angeblich 17 Millionen Euro Jahressalär zahlen, erwarten. „Es ist für Bayern München eine wunderbare Geschichte, dass Guardiola hier ist. Ausländische Trainer haben den deutschen Fußball immer befruchtet. Dass ist das, was Pep jetzt auch leisten wird.“ Im Uefa-Ranking ist Bayern Nummer zwei. Erster ist Barcelona – dank Guardiola. „Ich bin sehr neugierig, wie Pep arbeitet", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Größere Umbauten in der Mannschaft wird der Star-Coach vermutlich erst einmal nicht vornehmen wollen – und es auch nicht können. Denn die Verträge der meisten Bayern-Profis laufen noch länger, etwa der von Ribéry bis 2017, der von Robben bis 2015, Schweinsteigers Vertrag bis 2016 und der von Müller bis 2017.

Kommentare (3)

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www_sauberer-himmel_de

24.06.2013, 14:04 Uhr

Nie war Brot und Spiele so effektiv wie heute!

watchmaker

24.06.2013, 17:33 Uhr

Wayne...,wenn bayern zweimal hintereinander verliert ist er eh wieder weg und man spricht überall nur noch von der "BAYERN-KRISE"

Account gelöscht!

25.06.2013, 11:05 Uhr

Wenn man die Berichterstattung verfolgt, könnte man tatsächlich meinen es wäre uns ein neuer Heiland geboren.

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