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14.03.2017

11:58 Uhr

Plattenhardt-Foto

Hertha BSC mit einstweiliger Verfügung gegen AfD

Hertha-Profi Marvin Plattenhardt wehrt sich seit Tagen gegen ein Foto, was ihn mit einem Abgeordneten der Berliner AfD zeigt. Nun hat ein Gericht dem Fußballer recht gegeben – der Tweet muss weg.

Nach dem 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund hat Hertha BSC Berlin eine einstweilige Verfügung gegen die AfD erwirkt. Ein Abgeordneter der Partei hatte ein Selfie mit dem Torschützen Marvin Plattenhardt gepostet, ohne sich jedoch zuvor als AfD-Politiker zu erkennen zu geben. Einer ersten Aufforderung des Vereins, das Foto zu löschen, kam die AfD nicht nach. dpa

Marvin Plattenhardt

Nach dem 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund hat Hertha BSC Berlin eine einstweilige Verfügung gegen die AfD erwirkt. Ein Abgeordneter der Partei hatte ein Selfie mit dem Torschützen Marvin Plattenhardt gepostet, ohne sich jedoch zuvor als AfD-Politiker zu erkennen zu geben. Einer ersten Aufforderung des Vereins, das Foto zu löschen, kam die AfD nicht nach.

BerlinHertha BSC hat über einen Anwalt beim Landgericht Berlin einen Antrag zur einstweiligen Verfügung gegen die AfD erwirkt. „Wir hatten die Partei gestern aufgefordert, den Tweet mit Marvin Plattenhardt bis 19.00 Uhr zu löschen. Das ist nicht geschehen, deshalb haben wir einen Anwalt eingeschaltet“, sagte Hertha-Sprecher Marcus Jung am Dienstag und bestätigte damit eine Meldung der „Bild“-Zeitung.

Hertha-Freistoß-Spezialist Plattenhardt hatte die Rechtspopulisten am Samstag angehalten, einen Tweet mit einem Foto von sich umgehend zu löschen und sich klar von jeder Verbindung zur Partei distanziert. Nach dem 2:1 gegen Dortmund hatte sich der AfD-Abgeordnete und Partei-Sportsprecher Frank Scheermesser in Fan-Pose zusammen mit dem Schützen des Siegtores fotografieren lassen.

Dazu hatte die AfD-Fraktion getwittert: „Unser Abgeordneter mit dem Siegtorschützen“ und in Anspielung auf die Heimstärke der Herthaner im Olympiastadion: „Langsam wird die Serie unheimlich.“ Laut Plattenhardt hatte sich der Abgeordnete nicht vorgestellt.

Von

dpa

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